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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 1 (1839)
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Ericeae.

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Rhododendron chrysanthum L.Goldfarbiger Alpbalsam, gelbe Schneerose, sibirische Alpen-rose oder Gichtrose.

(Plenk plant, med. tab. 33g. Hajne Bd. 10. tab 27. Düsseldorf. Samml. Lief. S.

tab. Ij. Mann ausländische Arzneipf). Liefer. 2. tab. 2. Guimpel

et v. Schlechtendal. tab. 42.)

Ein kleiner V» bis l'A Fufs hoher Strauch, der nur inden kälteste« Gegenden fortkommt; er findet sich in Sibirienauf den höchsten Schneerücken der Sajaiiensjschen Alpen vomJenisei an bis zur Lena, und von dort bis nach Kamtschatkaund der Behrigsinsel, in welchen hohen Breiten er selbst biszum Fufse der Berge herabkommt. Die zahlreichen Zweigeder Schneerose haben eine graubraune glatte Rinde; die ge-stielten Blatter stehen abwechselnd und gehäuft; sie sind im-mergrün, glatt, länglich, oben grün, unten gelblichgrün oderetwas rostbraun, netzartig geädert, am Rande herabgekrümmt.Oberhalb den Blattstielen sind die Aeste mit kleinen braunenSchuppen oder Afterblättchen ziegeldachförmig besetzt. DieBlumen erscheinen im Juni und Juli, und entspringen an denobersten Schuppen aus grauen filzigen Knospen, am Endeder Zweige auf einblüthigen Stielen und bilden 5- -iOstrah-lige, etwas herabgebogene Dolden, aus grofsen schönen gel-ben Blumen bestehend; die Corolle hat einen ausgebreitetfünftheiligen Saum, deren Segmente verkehrt-eiförmig, diedrei obcrn punktirt, und gegen die Narbe hin gestreift sind.Die Narbe ist fünflappig.

Officinell sind die Blätter: Folia Rhododendri chrysan-thi. Sie sind 2—3 Zoll lang, •/» — 1 Zoll breit, oval-fäng-lich, mit einem etwa 3 — 5 Linien langen Stiele versehen;der Rand ist etwas umgerollt, die Oberfläche bräunlichgrün,runzlieh, etwas rauh, die untere Flache heiler, zum Theilrostfarbig, mit stark vorstehender Mittelrippe und fein netzartiggeädert. Die Consistenz ist steif, lederartig, und sie haben,oberflächlich betrachtet, viele Aehnüchkeit mit Lorbeerblättern.Gewöhnlich kommen sie mit den etwa federkieldicken, grau-braunen, gestreiften, zum Theil mit Schuppen bedeckten, hol-zigen Stengeln untermengt, und noch darauf sitzend vor. DerGeruch ist widerlich, schwach rhabarberartig; der Geschmackherb und unangenehm bitter. Sie haben narkotische Eigen-schaften. Der bräunlich gefärbte, verdünnte, kalte, wässe-rige Auszug wird von salzsaurem Eisenoxyd dunkelgrün ge-färbt und gefällt.

Vorwaltende Bestandteile. Eisengrünender Ger-bestoff und bittrer Extractivstoff. Nach S t o 11 z e enthalten sie:Chlorophyll, bittern Extractivstoff mit eisengrünendem Gerbe-stoff, oxydirten Extractivstoff, durch Kali ausgezogenes Ex-tract, Spuren ätherischen Oels von bitteraandelähnlichem Ge-rüche, aber keine Blausäure, und Holzfaser.

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