278 Piperaceae.
ZWEITE UNTERKLASSE.
Plantae dicotyledoneae achlamydeae velmonochlaraydeae.
Die hierher gehörigen Pflanzen sind durch die unvollstän-dige Blüthenhülle (perianthiwn s. perigomum) charakterisirt.Sie besteht entweder aus kleinen, seitlich ansitzenden Schuppen,oder wird regelmässiger, inde:n sich die Schuppen oder Blatt-chen kreisförmig stellen und eine höhere Farbe gewinnen. DurchVerwachsen entstehen nun die verschiedenen Formen der ein-blättrigen (besser verwachsenblättrigen), oft gefärbten und blu-menkronenartigen Blüthenhüllen.
In unserer ersten Section linden wir mehrere kleineFamilien kvautartiger Wassei-pflanzen, die entweder auf demWasser schwimmen, oder doch ihre Blüthen darüber erheben,oder, was seltener ist, ganz untergesenkt leben, wie unsergemeines Cer atophyllum d einersum. Sehr verbreitet istbei uns die Gattung Calli triebe; weniger der ausgezeichneteHippuris vulgaris mit seinen schmalen, wirteiförmig ge-stellten Blättern und eiumännigen Blüthen. Es erinnern diesePflanzen an jene tiefsten Reihen der monocotyledonischenPflanzen, den Flu vi al es und Lemnaceae, so wie sie an-dererseits in naher Verwandtschaft mit den Halorageae undTrapaceae stehen, die wir wegen der ausgebildeten Blüthen-hülle liier nicht aufnehmen dürfen. — Für die Mediän enthaltendie Familien bis jetzt nichts Interessantes und wir können da-her zu der zweiten grossen Section übergehen.
Die zahlreichen, hierher gehörigen, Familien, welche zumTJ»eil sehr reich an Gattungen sind, kommen darin überein,dass es mit sehr wenigen Ausnahmen strauch- und baum-artige Pflanzen mit getrenntem Geschlecht sind.
Familie: PIPERACEAE Rieh.
Piperaceen,
Eine kleine Familie kraut- oder strauchartiger Gewächse,welche die heissesten Zonen der Erde bewohnen. Die Blättersind gegen- oder wirtelständig, oder auch alternirend, ganz,und nicht selten fleischig. Die Blüthen sind endständig oderaus den Blattwinkeln hervortretend, zwittrig oder getrenntenGeschlechts, Sie bilden walzenförmige Kolben (spaiüces} mit
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