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Ericeae.
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III
beutel an der Spitze r.weihörnig. Die Frucht ist eine fTinffacherige, mitdem beerenartigen Kelche bekleidete Kapsel. Davon gebraucht man diearomatischen, etwas adstringirenden Blätter in Nordamerika als angeneh-men Thee, anstatt des chinesischen. Sie liefern auch durch Destillationein dem Pfefferminzöhl ähnlich riechendes ätherisches Oel.
Andromeda polifolia L. Poleiblättrige Andromede, Rosmarin-heide, Lavendelheide, Meiner wilder Hosmarin. (Plenli plant, med. tab.338. Hayne Bd. 3. tab. 2a.) In die Decandria Monogynia gehörend;■wächst auf gebirgigen nassen Torfmooren durch fast ganz Deutschland,und das übrige nördliche Europa, Asien und Amerika. Ein kleiner, zier-licher, immergrüner Strauch, mit abwechselnden kleinen, linien-lanzett-förmigen, am Rande umgerollten, oberhalb glänzend grünen, unten weifs-grauen Blättern, die auch bisweilen breiter vorkommen. Die Blumenstehen am Ende auf lapgen rothen Stielen, mit Nebenblättern gestützt, fastdoldenartig gehäuft. Der Kelch ist fünfteilig, die Blumenkrone fast ku-gelig, fiinfspaltig, mit zurückgeschlagenem Rande, so grofs wie Mayblu-men, schön blafsroth. Die Staubbeutel sind zweihörnig; die Frucht isteine fünffächerige Kapsel. Die Blätter werden zuweilen mit denen desLedum palustre (siehe unten) verwechselt; sie sollen als Thee getrunken
fegen Rheumatismen dienlich seyn. Man kann die Pflanze zum Gerbenenutzen.
Erica vulgaris L. Calluna vulgaris Salisb. Gemeine Heide, Hei-dekraut. (Plenk plant med. tab. 3oi. Hayne Bd. 4. tab. 17.) In die Oc-tandria Monogynia gehörend. Die gemeine Heide ist ein allgemein be-kannter, 1, 2— 3 Fufs hoher, sehr ästiger Strauch, der durch ganzDeutschland und das übrige nördliche Europa in trocknen (seltner feuch-ten) , sandigen Gegenden, auf Gebirgen und in Ebnen wächst, und_ oftsehr grofse Strecken dicht überzieht. (Lüneburger Heide.) Die kleinen,dicklichen, linienförmig-dreieckigen, pfeilförmigen, immergrünen Blättchensitzen vierzeilig um die Stengel; die Blümchen stehen am Ende in zierli-chen, etwas einseitigen Trauben; sie haben einen von vier Bracteen um-gebenen vieriheiligen Kelch, und viorspaltige, glockenförmige, bleibendeBlumenkrone von schön violettrother, auch purpurother, blafsrother oderweifser Farbe. Die Staubbeutel sind vor dem Aufblühen verw&chsen,später zweitheilig. Die Frucht ist eine zweifächerige Kapsel. Das Kraut,Herba Ericae, welches mit den Blumen eingesammelt werden mufs,•war sonst ofücinell Es hat einen bitterlich herben Geschmack. Man solles anstatt Hopfen an das Bier gebrauchen können. Die Blumen gebenden Bienen viel Honig, welcher eine braune Farbe und eignen Geruchhat. (Heide - Honig )
Zweite Abiheilung. Rhodoraceae. Die Scheidewändedes Gehäuses werden von den umgeschlagenen Klappenrän-dern gebildet; sie sind demnach doppelt und trennen sich beider Reife.
Gattung Rhododendron L. Rosenbaum, Alpenbalsam.
(System. Linn. Decandria Monogynia.)
Der Kelch ist fünftheilig, klein, die Corolle hat eine kurzeRöhre und ist nach oben trichterförmig erweitert, mit etwasungleich fünfspaltigem Saume. Zehn etwas gekrümmte Staub-fäden ragen nebst dem Griffel über die Corolle hinaus und sindan deren Röhre befestigt; ihre Staubbeutel öffnen sich an derSpitze mit zwei Löchern. Die Frucht ist eine fiinffächerigevielsaamige Kapsel.