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Bd 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält Abt. 2. Pharmaceutische Botanik 1 (1839)
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%, V.

Plantae cryptogamicae.

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ERSTER KREIS.

Kryptogamische oder sporenbringendeGewächse.

Plantae cryptoyamicae seu sporiferae.

(Syn. PI. acotyledoneae , PI. exembryonatae, PI. agamae.)

Das weite Reich der Pflanzen zerfällt zunächst in zweigrosse Hauptabtheilungen, die wir mit dem Worte Kreis be-zeichnen wollen, und zwar in einen untern, der die eben-genannten kryptogamischen Gewächse, und in einenhöheren , der die p h a n e r o g a m i s c h e n Pflanzenin sich aufnimmt. Wir ziehen hier den Namen kryptogami-sche Gewächse blos deswegen vor, weil dieser Name allge-mein bekannt ist; der Name sporenbringende Gewächseist aber viel richtiger, da er den Hauptcharakter dieses Kreisesbezeichnet. Durch die Erzeugung der Keimkörner (sporae,sporidia), die hier die Stelle des Samens der höhern Pflanzenvertreten, unterscheiden sich nämlich alle hierher gehörigen Ge-wächse und kommen hierin überein, so sehr ihre Gestalt auchin den verschiedenen Familien von einander abweicht. Untereiner Spore aber verstehen wir ein kleines Bläschen mit ei-nem öligen, körnigen Inhalt erfüllt, ohne Embryo, welcher dasVermögen besitzt, sich auf eigenthümliche Weise zu einer neuenPflanze derselben Art auszubilden. Aber nicht blos durch denMangel des Keims, sondern auch durch die eigenthümliche Artder Entstehung und die ihres Keimens sind die Sporen von denSamen verschieden; sie bilden sich durch ein Zerfallen einerzelligen Masse im Innern der Sporenfrucht (sporocar-pium) nach Art des Pollens der höhern Pflanzen, und liegenfrei in derselben. Bei dem Keimen werden sie entweder durchAusdehnung unmittelbar zur neuen Pflanze, wenn diese eineganz einfache ist, oder sie bilden eine fadige oder blattartigeAusbreitung (einen Vor keim, proembryo), aus der sich erst

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