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Ericeae.
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Güte. Verwechslung - . Die Güte erkennt man an deririschen Farbe der Blätter 5 sie dürfen nicht dunkelbraun seyn,müssen den eigenthümlich widerlichen Geruch und bitterher-ben Geschmack besitzen. Verwechselt werden sie mit denBlättern von Rhododendron ferrugineum. Diese sind kleiner,spitzer, oben glätter, unten rostfarbig punktirt oder ganfcdicht mit rostfarbigem Ueberzug bedeckt, nicht netzartig ge-ädert. Die Consistenz ist dünner, mehr papierartig:, der Ge-schmack ist stärker widerlich, rhabarberartig; der Geschmackweniger herb, nicht merklich bitter, hintennach mehr stechendund beifsend, lange anhaltend. Der verdünnte, kalte, wäs-serige Auszug ist bei gleicher Concentration fast ungefärbt,er wird durch salzsaures Eisenoxyd nur blafsgrün gefärbt. —Ferner mit den Blättern von Rhododendron maximuin. Diesesind oval-länglich, zugespitzt, gegen 4—6 Zoll lang undbis 1 J / 2 Zoll breit, glatt, oben grün, unten blässer. Die jün-
fern sind unten mit einem braunen kleörigen Ueberzug be-eckt. Auch mit den Blättern von Rhododendron ponticumund hirsutum sollen sie verwechselt werden. Die gegebeneBeschreibung unterscheidet sie leicht von diesen sehr abwei-chenden Blättern.
Anwendung, Man gibt die Blätter mit den Zweigen und Blumenknospenin Substanz , in Pulverform oder auch im Aufgüsse Als Präparat hat man eineTinctura Rhododendri chrysauthi.
Geschichte. In Sibirien sind die Hei'kräfte der Schneerose längst be-kannt, wie diefs Gmelin und Pallas auf ihren Reisen erfuhren. In Deutsch-land sind sie erst desreh Kölpin 1779 berühmter geworden und die späterenErfahrungen von Zahn, Löffler, Metternich u- s. w. trugen viel zu deren all-gemeineren Einführung bei,
Rhododendron ferrugineum L.Rostfarbiger Alpenbalsam, Gemeine Alpenrose.
(Hajne Bd. 10. tab. a5. Düsseldorf. Sammlung, Lief. 8. tab. 18.)
Ein auf den Alpen der Schweiz, »Salzburg, Oestreich,Frankreich, Spanien wachsender kleiner Strauch, mit nieder-liegenden , weit ausgebreiteten, krummen Zweigen, die grau-braun , gefurcht und von abgebrochenen Blattstielen höckerig,an den aufsteigenden Spitzen dicht belaubt sind. Die Blätterstehen zerstreut auf kurzen Stielen, sind gegen beide Endeverschmälert, lanzettförmig, oben glatt, grün, netzartig ge-ädert, unten rostfarbig punktirt oder überzogen. Die ganzjungen Blätter sind auf beiden Seiten grün, und zum Theil ander Basis etwas gewhnpert. (Die weitere Beschreibung undEigenschaften siehe oben.) Die Blumen befinden sich am Endeder Zweige in doldenartigen Trauben herabhängend, der Kelchist sehr klein, wimperig, gezähnt, die Blumenkrone anfangspurpurfarben, dann rosenroth, gleich den Stielen mit rundenangedrückten Schuppen besetzt, aufsen scharf punetirt, innenzottig.