Taxineae,
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Der Baum ist sehr ästig und wird ziemlich hoch. Dieimmergrünen Blatter stehen nach zwei Seiten ausgehreitet,(zweizeilig), sind sehr kurz gestielt, linienförmig, spitz, glatt,dunkelgrün, ungefähr einen Zoll lang, eine bis anderthalb Li-nien breit. Die Kätzchen der männlichen Pflanze sitzengegen die Spitze der Zweige hin in den Winkeln der Blätter,sind klein, rundlich , aus stumpfen, gelben Schuppen gebildet.Die weiblichen sitzen ebenso, doch mehr einzeln, und dieSchuppen sind grün. Das Eichen an der Spitze derselben ist amGrunde von einem tellerförmigen Fruchtknoten umgeben, derspäter sehr stark heranwächst, fleischig wird, eine hochrotheFarbe gewinnt und so bis über die Hälfte den eiförmigen, ander Spitze durchbohrten Saamen umhüllt.
Die Rinde, das Holz und die grünen Zweige dieses Baumes(Cortex, Lignum et Summitates Taxi), waren ehemals offici-neu, und die letzten sind neuerlich wieder empfohlen worden;sie sind geruchlos, schmecken etwas herbe und bitterlich; nachGeiger wird das wässerige Infusum mit salzsaurem Eisenoxyddunkelgrün, und diese Farbe geht durch Zusatz von gemeinemWasser in eine blauschwarze über, — Die giftige Wirksamkeitdieser Pflanze ist noch nicht ganz erwiesen.
Peretti hat in den Blättern des Taxus folgende Be-standtheile gefunden: Ein bitteres ätherisches Oel, eine bi'tere,nicht krystallisirbare Substanz, einen gelben Färle toit, einHarz , Gerbestoff, Gallussäure , Chlorophyll, Schleim, Zuckerund apfelsauren Kalk. (Journ. de Chim. med. XIV. p. 536.)
Ausser Taxus gehören nocli die Gattungen Podocarpus undDacrydium hierher, deren fleischige Fruchte ebenfalls einen, abereinen umgekehrten Saamen umgeben, wie es bei den Abietinae derFall ist.
Eine dritte Familie dieser so ausgezeichneten Unterklasse wird vonden Gattungen Ephedra und Gnetum gebildet (Ephedi-eae nob oderGneteae Blume). Die Gattung Ephedra nähert sich in ihrem B ! iilhen-und Fruchtbau mehr der Gattung Juniperus, als Taxus. Es sindstrauchartige Pflanzen mit gegliederten , blattlosen Aesten , da nur kleinaSchuppen ihre Stelle vertreten. Ephedra distachia L. , aus demsüdlichen Europa, lieferte sonst seine Elüthen und Früchte (Amtnla etfrucius uDae marinaej in die Officinen. — Von Ephedra raonoi-tachia aus Sibirien waren die Zweige mit den kleinen schuppenfö.uigcnBlättchen als Folia Ephedrae monostachiae officiueU; sie tollenicharf-narkotiscbe Eigenschaften haben.