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Bd. 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält 1 (1838) Pharmaceutische Mineralogie : mit 2 Taf.
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Asphalt.

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(Nach Reichenlach präexistirt das Erdöl in den Steinkohlen. DiePetrolquellen waren demnach schwache Destillationen grosser Steinkohlen-lager durch die allgemeine unterirdische Erdwarme- R. glaubt auch an-nehmen zu dürfen, dass die Coniferen der Vorwelt das Erdöl liefern,da das mit Wasser aus den Steinkohlen destillirte Oel dem Terpentin-öle sehr ähnlich war. R. fand im Erdöl kein Eupion, Christison dage-gen schied aus einem Erdöle von Rangor in Ava eine mit dem Paraffinübereinstimmende Substanz, und glaubt auch, dass es Eupion enthalte.Fuchs und v. Kobell fanden auch im Erdöle von Tegernsee Paraffin undmit diesem auch Bergnaphta, ein flüchtiges Oel, das bei 5° B. einStearopten ausscheidet, und eine harzartige Substanz. Es ist daher wohlanzunehmen, dass zwei Arten des Erdöls existiren, von denen das einebei geringer Hitze, vielleicht mit Wasser, destillirt und kein Paraffinenthält, während das andere das Produkt einer trockenen Destillation undparaiBnhaltig ist. Dieses letztere könnte dann nicht Produkt der gewöhn-lichen Steinkohlen sein, da das Residuum kein Bitumen mehr enthaltenwird, und es scheint nach von Kobell wahrscheinlich, dass dieses Resi-duum der Anthrazit sei, wofür sowohl der gänzliche Mangel des Anthra-zit an Bitumen und organischer Structur, als sein häufiges Vorkommenin vulkanischen Gebilden spricht.)

Im Handel kommen gewöhnlich zwei Sorten Steinöl vor; das vonMiano, welches röihlich oder braun , und das persische, welches unge-färbt ist.

Das Erdöl ist auch noch jetzt, sowohl im natürlichen als destillirtenZustande (Petroleum rectificalum) officinell. Die Aegyptier brauchten eszur Bereitung ihrer Mumien. Ferner wird es in jenen Gegenden, wo eshäufig hervorquillt, zum Brennen, für sich oder nachdem man es vorhermit Bergtheer vermischt hat, zum Kalfatern der Schiffe, zum Schmierender Maschinen und Wagen, zum Bestreichen von Pfählen u. s. w. be-nutzt. Es ist wichtig als Auflüsungsmittel des Cautschuk, und .Aufbewah-rungsmittel mancher Körper (Kalium, Natrium u. s. w.J, um sie gegenEinwirkung des Sauerstoffs zu schützen.

GRUPPE V. BITUMEN.

1. Asphalt.

(Syn. Erdpech, Judenpech, schwarzes Erdharz z. Th., AsphaUum.)

D*rbe M., kugelig, traubig, nierenförmig, tropfstcinförmig-;eingesprengt, als üeberzug. ßr. vollkommen muschelig. H. =2; milde; sp. G. = 1,071,16. Undurchsichtig. Fettglanz leb-haft. Pechschwans in's Braune. Strich: etwas lichter als dasMineral. Bituminös riechend. Erwärmt uiuf gerieben negativeElectricität erlangend.

Schmelzbar bei 80 o R. Mit lebhafter Flamme, starkemRauch und bituminösem Gerüche leicht verbrennend mit Hinter-lassung eines geringen Bückstandes. Auflöslich in Oelen undAether, aber schwieriger als das Asphalten aus dem Bitumem,dem er sonst sehr analog ist. Bestdth. nach Boiuswnaull: C75,0, H 9,5, 0 15,5.