Elaterit.
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Als Varietäten kann man unterscheiden den weissen Bern-stein (Succinum album) , gelblich-weiss , wenig glänzend,durchscheinend bis undurchsichtig; den gelben oder edlen B.,honig-, wachs- oder strohgelb, selten röthlich, stark glän-zend, durchsichtig oder halbdurchsiciitig; den braunen Bern-slein (Succinum rubrum), gelblich- bis röthlich-braun, meistwenig glänzend, durchscheinend bis undurchsichtig.
Die Hauptlagerstätten des Bernsteins sind theils im Diluvium, theilsBraunkohlenlager. Die letztere Lagerstätte scheint die ursprünglicheund von dieser auch der Bernstein der Ostsee herzustammen. Fundortesind: die Ostseeküste Preussens , Pommern, Mecklenburg, Dänemark,Niedersachsen, Kur- und Lievland, Sicilien , Hennegau, Spanien , El-sass u. s. w. Auch fand man ihn im Kalk (Spanien/, Mergel ("Schweiz,Aarau), im Gyps (HolsteinJ t im Sandstein (GallizienJ, im LiasmergelfDasef).
Dass der Bernstein ursprünglich ein Baumharz sei, ist wohl keinemZweifel mehr unterworfen. Die neuesten und auch altere Beobachtungensprechen dafür, dass er von Bäumen aus der Familie der Coniferen abstamme,da man Bernstein in grossen Stücken eingesprengt fand in einem Coni-i'eren-ähnlicheiu fossilem Holze, und theils noch in den Harzgefässendesselben. Ferner fand man ilin noch an vorzeitlichen Schuppen vonZapfen, die denen der Gattungen Pinus und Abies ähnlich sind undZapfen, welche der Gattung Larix angehörten, in Bernstein eingeschlossen.Ausser diesen fand man im Bernstein Insekten, Blätter n. s. w. einge-schlossen. Ein merkwürdiges Stück Bernstein ist aus Ava in Indienkürzlich mitgebracht worden, von der Grösse eines Kinderkopfs und nachallen Richtungen von dünnen Adern krystalliuischen kohlensauren Kalksdurchschnitten.
Der meiste Bernstein wird an der Ostsee mit Netzen gefischt, auchan der Küste gegraben oder an dem Strande gefunden. Er stand beiden Alten in hohem Ansehen und diente als Amulet u. s. w. Auch nochjetzt ist er für den Pharmaceuten besonders wichtig und dient zu man-chen Präparaten, als: Bernsteinsäure, Bernsleinöl, Bernsleintinctur,Bäucherpulver u, s. w. _Nicht minder wichtig ist er zur Bereilung vonFirniss. Zu diesen Zwecken dienen die kleinen Bruchstücke und der Ab-gang bei Kunstarbeilen; nur muss er rein, nicht mit Sand gemengt undacht sein. Aus den grossem hellen und durchsichtigen Stücken verfertigtman allerlei Gegenstände des Schmucks und der Kunst, als: Dosen,Flöten, Mundspitzen für Pfeifenröhre, Spielmarken etc. Nach dem Ver-schiedenartigen dqr Grösse, der Durchsichtigkeit und Farbe, wechselndie Preise. Trüber Bernstein wird durch Digeriren oder auf andereWeise klar gemacht; der blasser gefärbte ist am wenigsten durchschei-nend, wird aber im Orient am meisten geschätzt.
2. Elalerit.
(Syn. Elastisches Erdpech, Federharz.)
Derbe M., zuweilen schwammig, eingesprengt; als nierenlörmigerUeberzug, mit Eindrücken. — ßr. unvollkommen muschelig; sehr weich;elastisch biegsam. Sp. G. = 0,9—1,23. Undurchsichtig. Fettglauz.Schwarzlich-braun und schwarz in'- Grüne und Rothe, Im Slriche glän-zender. Bituminös riechend.