Pyromorphit.
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2. Pyromorphit.
(Svn. Zwei-drittel phosphorsaures Bleioxyd mit Chlorblei, phosphorsaures
Blei, Grün- und Braun-Bleierz, Traubenblei, rhomboedrischer
Bleibaryt, Polychrom, Bunt-Bleierz.)
Kryststm. drei- und einaxig. Krystf. Hexagondodecaedermit der gerade angesetzten Endfläche; Combination dieser Formmit der sechsseitigen Säule, und oft mit einer zweiten sechssei-tigen Säule; sechsseitige Säulen mit der gerade angesetztenEndfläche; gewöhnlich niedrig, tafelartig; zwölfseitige Säulenals Combinationen der ersten und zweiten sechsseitigen Säule.Kryst. meist säulenartig, selten nadeiförmig; an den Endenzuweilen hohl; die Seitenflächen selten gestreift, oft convex,glatt, häufig rauh; einzeln auf-, auch aneinander gewachsen,drusig verbunden, mannigfach gruppirt; nieren- und tropf-steinförmige, traubige Gestalten; derb, eingesprengt. — Un-vollkommen spaltbar parallel den Flächen des Kexagondodecae-ders. Br. uneben bis muschelig. H. = 3,5—4; spröde; sp. G.= 6,8— 7,1. Durchsichtig bis undurchsichtig. Fettglanz, zu-weilen diamanfartig. Grün in vielartigen Nüanzen, in's Gelbeund Braune, Jlothe, Schwarze, selten in's Weisse. (MancheKryst. an den Enden Mass, in der Mitte dunkel, oder aneinem Ende grün, am andern braun gefärbt.) Strich : lichtegrünlich- oder gelblich-weiss.
V. d. L. auf Kohle in der äussern Flamme zu einem beimAbkühlen dunkel-graulichen Krystallkorne fliessend (1,5); dieinnere Flamm« hlau färbend; Bleirauch gehend; für sich nicht,aber mit Soda reducirbar. Das Pulver in Salpetersäure leichtlöslich. Ghlt. nach Wohler: PbO 82,87, P 2 0 3 15,72, €1 1,89.— .Formel: PbCI 2 +3(3PbO.P 2 Ü 5 ). In manchen Braunbleierzenwird ein TJieil Chlorblei durch Fluorcalcium und ein Theil 2 /3Phosphors. Blei durch 2 /s phosphors. Kalk ersetzt. Diese er-halten die Formel: [PbCl 2 ,CaF 2 [+3(3[Pb0, CaO].P 2 0 5 ). In denGrünbleierzen ist ein Theil P 2 0 5 durch As,0 5 ersetzt, wodurchdie Formel PbCl,+3(3PbO.[P 2 O s ,As 2 O ä ]) nach Wühler be-stimmt ist.
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Kommt in altern und neuem Gebirgsarten auf Gangen, begleitet vonandern Bleierzen, Silber-, Kupfer- und Eisenerzen vor: Baden, Erzge-birge (Freiberg), Böhmen, Elsass, Nassau (HolzappelJ, Jiheinpreusseii(Firneberg, CommernJ, Spanien, Bretagne, Schottland.
Das Blau-Bleierz ist ein inniges Gemenge von Bleiglanz und Pyro-morphit, oder Afler-Krystalle des Bleiglanzes nach Formen des Pyromor-phits, 'zuweilen in sechsseitigen Säulen, häufiger derb. Matt. Bleigran in'sIndigoblaue und Schwarze. — Kommt auf Barytspathgiingen im (Jueis-vor: Erzgebirge. Bretagne , Cornwali.