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Bd. 2. Welcher die pharmaceutische Mineralogie, Botanik und Zoologie enthält 1 (1838) Pharmaceutische Mineralogie : mit 2 Taf.
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Silber-Hornerz.

die stumpfen Seitenkanten aufgesetzt sind; Combination derrhombischeis Säule mit dem rhombischen Octaeder. Kryst. sel-ten , in der Richtung der Hauptaxe gestreift, nadel- und haar-fürai»-, zu Drusen verbunden; nierenförmige, traubige, tropf-stemartige Massen; Text, blätterig in's Strahlige; derb, einge-sprengt, angeflogen. Vollkommen spaltbar parallel den Ab-stumpfungsnächen der Seitenkanten. Br. uneben. H. = 33,5;wenig spröde; sp. G. =s? 4,0. A. d. K. durchscheinend. Wachs-bis Glasglanz. Smaragd-, lauch- und grasgrün ins Schwärz-lichgrüne. Strich : apfelgrün.

V. d. L. auf Kohle schmelzend, zum, mit einer Schlackeumgebenem, Kupferkorne reducirbar; die Flamme für sich blaufärbend. Im Kolben Hydrochlorsäuve gebend. Im Wasser unlös-lich; ni Salpetersäure löslich. Formel: CuCl 2 -+-3CuO-+-4H 2 0.

Koramt auf Gängen mit andern Kupfererzen, Quarz, Chalzedon,Eisenerzen u. s. w. vor, Chili, Peru (mit Silbererzen), Sachsen, Rhein-breitbach; als Ueberzug und Anflug auf Spalten-Wänden der Laven desVesuvs aus den Jahren 1804, 1805, 1820, 1822.

f

6. Silber-Hornerz.

(Syn. Chlorsilber, Hornsilber, salzsaures Silberoxyd, hexaedrisches

Perlkerat.)

und

Kryststm. regelmässig. Krystf. 1) Hexaeder mit Octaeder-Dodecaederflächen; die letztern oft vorherrschend; 2) Oc-taeder ; 3) Dodecaeder. Kryst. meist sehr klein, zuweilen ge-streift oder trichterförmig ausgehöhlt, einzeln aufgewachsen oderreihen- und treppenförmig verbunden; als rindenartiger Ueber-zu< r ; derb und eingesprengt. Br. flachmuschelig in's Erdige.H. = 11,5; geschmeidig; sp. G. = 5,5. Durchscheinend.Diamantglanz zum Fettgianze neigend. Perlgrau und lavendel-blau ; auf frischem Bruche gelblichweiss; aussen leicht braunwerdend. Strich: weiss, glänzend.

In der Lichtflamme sjhmelzend. V. d. L. zu einer bräun-lichen Perle, auf Kohle in der Innern Flamme zum Silberkorneschmelzend. In Salpetersäure unauflöslich. Ghlt. nach Klapr.:

Cl 24,66, Ag 75,34. Formel: AgCl 2 .

Findet sich im altern Gebirge auf Silbergängen mit Silber'-, Kupfer-und Bleierzen, Kalk- und Barytspath, Quarz: Peru (HuanlojayoJ,Mexico (Catorae FremilloJ, Erzgebirge (SchneelergJ , Böhmen, Nor-wegen, Sibirien.

In Mexico und Peru findet das Chlorsilber sich so häufig, dass esauf Silber benutzt werden kann.