250
Aluminit.
H 2 0 45,73, KCIj 0,20- — In diesem Salze finden sich MgO.S0 3 undMnO.S0 3 in demselben Verhältnisse, wie im Kali-, Ammoniak- undNatron-Alaun das KO.S0 3 , NaO.S0 3 «. s. w., ebenso ist auch das Verhältniss
des Krystallwassers dasselbe. Es ist nach Berz. ein Gemenge von MgO.S0 3 -f-AL,O 3 .3SO 3 +24H 2 O mit MnO.SO--fAI, i 0 3 .3S0 3 -|-2411,0. Dieses Salzfand man kürzlich in der Capcolonie fSüdafricaJ in einer Grotte als 'AFuss hohe Lage.
24. Alaunslein.
(Syn. Basisch-schwefelsaures Thonerde-Kali, Alunit, Alaunspath, rhom-boiklrisches Alaun-Haloi'd.)
Kryststm. drei- und einaxig. Krystf. ein etwas spitzesRhomboeder mit der gerade angesetzten Endflache. Kryst. meistklein, oft mit convexen Flachen zu Gruppen und Drusen ver-bunden und mit Eisenocker bedeckt, Oberfläche glatt oder ge-streift; kryst. M. oft blätterig, körnig und stängelig abgesondert,auch derb und erdig. — Ziemlich vollkommen spaltbar parallelder Endfläche. Br. uneben, ins Muschelige und Erdige. H. = 5;spröde; sp. G. = 2,7. Durchsichtig bis a. d. K. durchscheinend.Aussen matt, innen zwischen Glas- und Perlmutterglanz. Wasser-hell, weiss in's Gelbe, Grünliche, Rothe und Braune. Strich: weiss.
V. d. L. unschmelzbar. Mit Cobaltsolution befeuchtet undgeglüht eine schöne blaue Farbe annehmend. Mit Soda geglühteine Hepar und im Kolben viel Wasser gebend. Aus dem ge-glühten Alaunstein nimmt Wasser Alaun auf. In Borax unterBrausen zu wasserhellem Glase lösbar. Schwefelsäure löstdas Pulver theilweise auf; Salzsäure löst es nur nach dem Glü-hen auf. Ghlt. nach Cordler: S0 3 35,94, AL0 3 39,65, KO10,02, H,0 14,83. — Formel: 3KO.S0 3 +*2(Al 2 0 3 .S03)+24H , i O?
Kommt im Alaunfels und Trachyt vor auf Gangen und in Drusen-riiumen: Italien (Civila-VcchiaJ, Auvergne (Vuj de SancyJ; aui denInseln Milo und Argentiera.
Aus dem Alaunstein bereitet man (durch Rösten, Verwittern lassenund Auslaugen) den römischen Alaun (Alumen romanum) (Bd. I. jp 381.),der gewöhnlich mit einer eisenoxydhaltigen Erde gemengt ist und durchAuflösen u. s. w. gereinigt werden kann.
25. Aluminit.
(Syn. Drittel-schwefelsaure Thonerde, reine oder hallesche Thonerde,
Websterit.)
Nierenförmige und knollige M., bestehend aus höchst feinenKryst. oder erdigen Theilen, mit rauher, theils von Eisenockerbedeckten Aussenfläche; derb, als Ueberzug. — Br. feinerdig,zerreiblich. Sp. G. = 1,7. Undurchsichtig. Matt. Schneeweissin's Graue und Gelbliche. Strich: weiss. Schwach an der feuch-ten Lippe hängend und wenig abfärbend.