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Vorrede.
stereometrische und physikalische beim Selbststudium stets etwasschwankend bleiben muss. — Um aber mit Hülfe der krystallo-graphischen Kennzeichen ein Mineral zu bestimmen, sind Kennt-nisse erforderlich, die sehr selten beim angehenden Apothekergefunden werden, wenn er sich auch im Besitze von Mineralien-Exemplaren befinden sollte, welche die Anwendung dieser Kennt-nisse erlauben.
Um den obigen Nebenzweck dieser pharmaceutischen Mine-ralogie , dem angehenden Apotheker das Selbstbestimmen derMineralien zu erleichtern, oder vielmehr möglich zu machen,zu erreichen, schien es mir nothwendig, dem chemischen Ver-halten der Mineralien mehr Aufmerksamkeit zu schenken, alsdies gewöhnlich in den Handbüchern der Mineralogie der Fall ist,da eben dieses über die Natur des Minerals, wenigstens vereintmit den andern Kennzeichen, einen sichern Aufschluss giebt,und ich voraussetzen muss, dass jeder Apotheker mit den hierzunöthigen chemischen Manipulationen vertraut sei, oder leichtvertraut werden könne.
Von diesem Gesichtspunkte ausgehend und um dem Anfängereinen vollständigen systematischen Ueberhlick des Mineralreichs,so wie einen Anhaltspunkt zur Ordnung seiner Sammlung, ge-ben zu können, nahm ich, wie der seelige Geiger , die Mehr-zahl der bis jetzt bekannten Mineralien auf, wenn sie auchnicht specielles Interesse für die pharmaceutische Praxis hatten,zeichnete diese jedoch im Buche durch Petitschrift aus. Denn,wie Geiger in seiner Vorrede zur ersten Auflage sagt: „jedes„genau bestimmte Mineral nach dessen Charakteristik und Ana-„lyse, ja selbst das Wesentliche der Geognosie, muss der aus-gebildete Apotheker kennen, wäre es auch nur, weil er von„Einzelnen wie von Behörden so oft als Chemiker über Gegen-stände der Mineralogie um Rath gefragt wird."
Den obigen Ansichten folgend, konnte ich ferner für vor-liegendes Werk nur ein sogenanntes chemisches Mineral-Systemwählen, muss jedoch bekennen, dass mir das Veir/er'sche nichtmehr zeitgemäss erschien. Ich bestimmte mich daher für dasveränderte von Berzelius , welches die Anwendung der so wich-tigen Lehre vom Isomorphismus am erfolgreichsten zulässt.