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adyl s. Terpenthinöl.
Daedaleum. Das Daedaleuni, eine Erfindung Homers (Pogg.Ann. XXXII. 650.), ist ein hohler Cylinder, welcher mit gleich weitvon einander entfernten runden Oeflnungen versehen ist, deren Cell-tra in einer auf der Gylinderaxe senkrechten Ebene liegen. Auf derinneren Fläche sind zwischen den Oeffnungen Figuren gezeichnet,welche wie bei den stroboskopischen Scheiben ein und dieselbe Fi-gur in verschiedenen Stadien der Bewegung vorstellen. Wird derCylinder mittelst einer Scheibe, auf welcher er befestigt ist, schnellum seine Axe gedreht, so glaubt man beim Hindurchsehen durch dieOeffnungen die Figur die angedeuteten Bewegungen ausführen zusehen, R.
Dämmerung. Unter Dämmerung versieht man bald den er-hellten Theil des Himmels nach Untergang und vor Aufgang derSonne, bald die zu dieser Zeit noch stattfindende allgemeine Helle,welche uns noch die Gegenstande um uns her sichtbar macht. Imersten Sinne spricht man von einer Hauptdämmerung und einer zwei-ten Dämmerung, und weist für jene die Grenze dahin, von wohernoch Sonnenstrahlen nach einmaliger Reflexion in der Atmosphäre,zu uns gelangen, für die zweite Dämmerung dagegen dahin, von wo-her noch Sonnenstrahls« nach zweimaliger Reflexion zu uns kommen.Wären diese Grenzen scharf genug, so liessen sie sich zur Bestim-mung der Höhe desjenigen Theils der Atmosphäre benutzen, welchernoch eine hinreichende Menge Licht zu reflectiren im Stande isl.Die Berechnungen dieser Art sind daher, wie sie denn auch zu sehrvon einander abweichenden Resultaten geführt haben, nur von ge-ringem Interesse.
In Bezug auf die Dämmerung im zweiten Sinne spricht man voneiner bürgerlichen und einer astronomischen Dämmerung. leneist der Zeitraum zwischen Sonnenuntergang und dem Augenblick, inwelchem unsere täglichen Verrichtungen durch die Dunkelheit unter-brochen werden; diese der Zeitraum zwischen Sonnenuntergang unddem Moment, in welchem man alle mit blossem Auge sichtbarenSterne zu erkennen anfängt. Als zweite Grenze der letzteren hatman diejenige Zeit angenommen, zu welcher die Sonne 18° unterden Horizont gesunken ist. Nach dieser letzten Voraussetzung lässtsich leicht die Länge der Dämmerung für jeden Ort und jeden Tagberechnen. Ist nämlich p die Polhöhe des Orts, S die Declination, *die Zenithdistanz, « der Stundenwinkel der Sonne, so findet man auftrigonometrischem Wege sogleich