Vor w o r t.
Das Hand-Wörterbuch der Physik und Chemie, dessen ersterBand jetzt veröffentlicht Ward, soll nach der Absicht derVerfasser über jeden in diesen Wissenschaften behandeltenGegenstand eine gedrängle, dem gegenwärtigen Standpunktder Naturlehre angemessene Auskunft geben. Die mathema-tische Begründung der wichtigsten Lehren durfte daher gröss-tenteils nur angedeutet werden; denn das Werk musste vor-zugsweise Resultate hinstellen. Indessen ist doch, wenn eszum Verständniss des wissenschaftlichen Zusammenhangesnöthig schien, der höhere Calcul nicht ausgeschlossen ge~.blieben. Auf diese Weise wird das Handbuch, zwischen zugrosser Ausführlichkeit und unbefriedigender Kürze eine ge-eignete Mitte haltend, dem Physiker und Chemiker wie demLaien in diesen Wissenschaften gleich nützlich werden.
Die Theilnahme Vieler an einer ausgedehnten Arbeitlässt eine gewisse Ungleichheit in der Behandlung der ein-zelnen Artikel voraussetzen. Diese möchte auch wohl in demvorliegenden Werke hie und da bemerkt werden, und die Ver-fasser rechnen von Seiten derjenigen, die das Buch benutzen, aufdie Berücksichtigung des TJmstandes, dass ein zu bedeuten-des Einschreiten eines Redacteurs die Arbeit der Theilnehmergehemmt und das Erscheinen des Werkes in eine Zeit hin-ausgeschoben hätte, in der die darin behandelten Artikel,wegen der raschen Fortschritte der Physik, schon wieder derErweiterung und Berichtigung bedurft hätten. Es wird abergewiss aus dem von allen Theilnehmern jetzt gewonnenenUeberblick des ersten Bandes eine Norm für die Fortsetzungihrer Arbeit entnommen werden, die eine grössere Gleich-mässigkeit, als bisher erreicht werden konnte, in dem Urn-fang der einzelnen Artikel hervorbringt,
Der Anblick der chemischen Artikel wird jeden Sach-kundigen überzeugen, dass diese Wissenschaft hier ihre aus-