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1 (1886) Die Alchemie bis zum letzten Viertel des 18. Jahrhunderts
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Arnald von Villanova.

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clafs wenigstens das hierüber in Schriften, welche unter seinem Namenverbreitete waren, sich Findende von ihm selbst ausgesprochen wordenist. Unentschieden blieb, ob die Heimath dieses Arnald, welcheDemselben den ihm gewöhnlich zugelegten Beinamen abgab (der eigent-liche Name soll A. Bachuone gewesen sein) Villanova in Catalonienoder Villeneuve in der Gegend von Montpellier gewesen ist; ungewifsauch, in welchem der Jahre zwischen 1235 und 1248 er geborenwar. Aber hiervon abgesehen ist man über seine Lebensverhältnisseziemlich gut unterrichtet. Er studirte in Montpellier und in Barcelona,lehrte dann auch zunächst an dem letzteren Ort und wurde bald alsArzt berühmt; er machte, als er 1285 zu dem erkrankten KönigPeter III. von Aragonien berufen worden, Diesem eine den Tod des-selben betreffende Prophezeiung, welche eintraf*) (der König starbgegen das Ende des Jahres 1285), und gab auch sonst, durch an-stöfsige Lehrmeinungen, der Geistlichkeit Aergernifs, wefshalb er vonder Inquisition verfolgt und von dem Erzbischof von Tarragona inden Bann gethan wurde; er flüchtete nach Paris, wo er wiederumin den Ruf, mit dem Teufel im Bunde zu stehen, und auch in deneines Goldmachers kam, wendete sich auch von da vertrieben zunächstnach Montpellier, wo er während einiger Jahre die Heilkunde lehrte,und ging später nach Italien, wo er sich namentlich in Rom, Bologna,Florenz und Neapel aufhielt, und zuletzt, 1296, nahm er seinenAufenthalt in Sicilien, wo er bei dem (1296 bis 1337 über Sicilienherrschenden) König Friedrich II. in grofsem Ansehen stand. DafsArnald im Punkte des Glaubens mindestens sehr verdächtig warund sich auch in einem Tractat de spurcitiis pseudo-religiosorumgegen die Geistlichkeit hart ausgelassen hatte, hielt den in Avignonresidirenden Papst Clemens V., als Dieser an Blasengries-Bildungerkrankt war, nicht ab, den ihm vom genannten König empfohlenenArzt in Anspruch zu nehmen; Arnald folgte der. Aufforderung, nachAvignon zu reisen, kam aber die Zeitangaben schwanken zwischen

*) Was für eine andere seiner Prophezeiungen: clafs die Welt im Jahre 1335untergehen werde, nicht der Fall war. Diese letztere Prophezeiung war einerder Hauptpunkte, um deren willen er kirchlicher Censur verfiel; andere warenseine Behauptungen, dafs die päpstlichen Bullen nur Menschenwerk seien, unddafs die Bethätigung der Barmherzigkeit mehr werth sei als das Beten undselbst das Messehören.