Arnald von Villanova.
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1312 und 1314 — auf der Reise in Folge eines Schiffbruches ums Leben.—- Dafür, dafs er in den Ruf eines Goldmachers komme, hat Arnalda uch in seinen Schriften bestens gesorgt, und er brachte es dahin,dafs er von den Alchemisten als eine hochstehende Autorität für ihreKunst anerkannt wurde (er ist übrigens auch, doch mit Unrecht,noch in neuerer Zeit als der Begründer der praktischen Chemie ge-nannt worden). In seinen zahlreichen alchemistischen Schriften, inWelchen er auch die Lehre der Araber bezüglich der Zusammen-setzung der Metalle vorbringt, giebt er sich als Einen, welcher dieMeisterschaft in der Alchemie erlangt habe. Alchemistisch angefertigtesGold ist zwar, wie er in der Schrift de vinis bemerkt, nicht voll-kommen identisch mit dem natürlichen, aber der Unterschied trittdoch nur nach Einer Richtung hervor, die für's Gewöhnliche nicht inBetracht kommt; wo es sich um einen als Arzneimittel schätzbarstenTrank handelt, dessen Wirksamkeit auf den verborgenen Kräften desangeblich darin enthaltenen Goldes beruhen soll, sagt Arnald, dieAlchemisten können zwar die Substanz und die Farbe des Goldeshervorbringen aber ihrem Fabrikat nicht diese Kräfte des natürlichenGoldes verleihen. Den Stein der Weisen, die Bereitung und dieWirksamkeit desselben mutete er offenbar aus eigener Erfahrungkennen, so genaue Angaben hierüber enthalten seine, namentlich die'als Rosarius philosopliorum, Flos florum, Novum lumen u. a. be-titelten alchemistischen Schriften. Die Araber hatten mehrfach dis-eutirt, ob mehrere als wunderwirkender Stein zu bezeichnende Präparateexistiren; Arnald wufste mit Bestimmtheit, dafs es nur Einen Steingiebt aber von zweifacher Natur, je nachdem er unedles Metall zuSilber oder zu Gold umwandelt. Er mufs mit dem Stein der Weisenquantitativ gearbeitet haben; der liosarius hat die Angabe, dafs1 Theil des Steins auf 100 Theile Quecksilber einwirkend das Ganzezu Gold oder Silber umwandelt, welches jede Probe besteht. DerStein, welchen er anwendete, mufs jedoch nicht immer von gleicherWirksamkeit gewesen sein; man hat auch eine, noch im Anfang dessiebzehnten Jahrhunderts von Libavius reproducirte Angabe Arnald's,uach welcher 1 Theil des da auch als Medicin (vgl. S. 14 f.) bezeich-neten Steins 1000 Theile sorgfältig gereinigtes Quecksilber zu sogutem Silber oder Gold umwandelt, dafs je 1 Theil des neu hervor-gebrachten edlen Metalles 1000 Theile unedlen Metalles zu Silber
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