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1 (1886) Die Alchemie bis zum letzten Viertel des 18. Jahrhunderts
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Thomas von Aquino.

Willen seiner Aeltern 1243 in den Dominicaner-Orden eintrat unddarob fast zweijährige Gefangenschaft zu erdulden hatte, der Freiheitwiedergegeben von 1245 an in Köln und Paris Theologie und Philo-sophie studirte, von 1248 an hauptsächlich in Paris aber auch in Piomund Bologna, zuletzt in Neapel lehrte, und 1274 im Cistercienser-Kloster Fossanuova bei Terracina starb; um Defs willen, was er alsGelehrter war, wurde er als der Boctor angeUcus oder auch univer-salis benannt, und um der Anzeichen der Heiligkeit willen, die fürihn bezeugt wurden, ist er durch den Papst Johann XXII. 1323canonisirt worden. Noch vor wenigen Jahren*) ist zu der Befolgungund Verbreitung seiner Art des Forschens und Lehrens eindringlichstvermahnt und dabei hervorgehoben worden, dafs auch die von ihmund den seiner Zeit in gleicher Richtung Strebenden ausgesprochenenAnsichten über naturwissenschaftliche Gegenstände mit Dem, was manjetzt über die letzteren wisse, vielfach in Einklang stehen. Dafürsowohl als dagegen, dafs Dies auch für Thomas' Urtheil über dieAlchemie gelte, liefse sich anführen, wie er in unzweifelhaft oder wahr-scheinlich ihm angehörigen Schriften über diesen Gegenstand sich aus-spricht**). Mehrere Schriften, welche zum Theil schon frühe im

*) In der Epistola encyclica des Papstes Leo XIII. vom 4. August 1879(La civiltä Cattolica, Serie X, Vol. XI, Firenze 1879, p. 513 550).

**) Darauf, dafs Thomas' Äufserungen bezüglich der Möglichkeit derkünstlichen Hervorbringung der edlen Metalle sich widersprechen, ist schonfrüher aufmerksam gemacht worden; ich will hier wenigstens anzeigen, was fürdie Beurtheilung, ob Dem so sei, als hauptsächlich beachtenswerth erscheint.Als diese Möglichkeit bestreitend ist aufzufassen, was er in dem Commentar zuL. II sententiarum (des Petrus Lombardus) in Quaest. III, artic. 1 (in derzu Venedig 17451760 veröffentlichten Ausgabe seiner theologischen WerkeT. IX, p. 109) sagt, und in gleichem Sinne ist wohl zu nehmen, was seineQuaestiones de potentia in Quaest. VI, artic. 1, § 18 (T. XIV, p. 173) haben;anderseits läfst, was Summae tlieologicae secunda secundae in Quaest. LX.WII.artic. 2, § 1 (T. XXIT, p. 393 s.) hat, nur die Deutung zu, dafs doch an-erkannt wird, alchemistisch gemachtes Gold oder Silber sei für den Verkaufeben. so gut wie natürliches. Noch entschiedenere Aussprüche zu Gunstender Alchemie finden sich in dem Commentar zu des Aristoteles Schriftüber Meteore, welcher meines Wissens gewöhnlich den Werken des Aqui-naten zugerechnet wird, wenn auch (vgl. Rossi's in der nachfolgenden An-merkung angeführtes Werk p. 240) schon früher und noch später doch ohnedafs ein bestimmtes Resultat erzielt worden wäre in Betracht gezogen wordenist, ob dieser Commentar bez.-w. welche Theile desselben wirklich von Thomas