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1 (1886) Die Alchemie bis zum letzten Viertel des 18. Jahrhunderts
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Vincentius Bollovaoensis.

so, wie sie bei den Arabern vorgebracht worden war, wiederholt,sondern mit zunehmender Übertretung bezüglich der die Darstellbarkeitund die Wirkung dieses Präparates betreffenden Angaben. Allebedeutenderen Autoritäten auf dem Gebiete der Naturwissenschaftin dem dreizehnten Jahrhundert sprachen sich zu Gunsten der Al-chemie aus, machten dadurch für dieselbe Propaganda; und auchMänner, die zunächst auf anderen Gebieten des Wissens sich Ansehenerwarben, trugen dazu bei, den Glauben an die Wahrhaftigkeit derAlchemie zu unterstützen und zu verbreiten, oder mufsten wenigstensihren Namen für Schriften hergeben, die in diesem Sinne Einflufsausübten.

Am Wenigsten ist der Vorwurf, selbstständig Übertreibung derhinsichtlich des von der Alchemie zu Leistenden ihm zugekommenenAngaben begangen zu haben, dem Vincentius aus Burgund zumachen, welcher dem Dominicaner-Orden zugehörte, Prinzen-Erzieheram Hofe Ludwigs des Heiligen war und sich später in dasKloster zu Beauvais, dem er zuständig war, zurückzog, wo er 1256o. 1264 starb und nach welchem er als Vincenz von Beauvais(Vincentius Bcllovacensis) benannt worden ist. Der als Speculumnaturale bezeichnete Theil seines als Speculum majus betitelten grofsenWerkes, das seiner Zeit seine Gelehrsamkeit documentirte, enthältin der oft nur sehr losen Aneinanderreihung von Excerpten aus ihmbekannt gewordenen Schriftstellern auch solche, welche die vorbe-sprochene Lehre von der Zusammensetzung der Metalle seinem Leser-kreise bekannt machten; es wird die Behauptung vorgebracht, dafsdas als lapis oder elixir bezeichnete Präparat bei der Projectionauf ein verflüssigtes Metall dieses secunäum proprietatem umwandle;es wird nicht bezweifelt, dafs per artem alchimiae transmutanturcorpora mineralia a propriis spcciebus ad alias, praecipue metalla,und dafs aliae multae artificum operationes, propter rerum trans-mutationcs ad alchimiam pertinentes, erforscht seien.

Viel weiter ging in seinen Behauptungen auch ein uns zunächstin Betracht kommender, ungleich berühmterer Zeitgenosse des Vin-centius nicht. Albert von Bollstädt war um 1193 in Lauingenan der Donau, im Bayerischen Schwaben, geboren; er studirte inPadua, trat 1223 in den Dominicaner-Orden ein, lehrte und predigtean verschiedenen Orten Deutschlands, namentlich wiederholt in Köln,