Druckschrift 
1 (1886) Die Alchemie bis zum letzten Viertel des 18. Jahrhunderts
Entstehung
Seite
13
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Geber.

13

geben). in diesen Schriften ist die, überwiegend auf Grand derBerücksichtigung des physikalischen Verhaltens der Körper und zurErklärung dieses Verhaltens aufgestellte Aristotelische Lehre aner-kannt, nach welcher Eine Urmaterie in viererlei, durch bestimmteFundamentaleigen Schäften charakterisirten Grundzuständen: den alsErde, Wasser, Luft und Feuer bezeichneten in die Zusammensetzung-verschiedener Körper eingeht; die Körper werden als aus diesen s. g.Aristotelischen Elementen bestehend betrachtet. Aber es wird nocheine andere, speciell chemische Lehre dargelegt, welche die erste all-gemeinere Theorie bezüglich der chemischen Zusammensetzung derKorper und namentlich Einer Classe derselben, der Metalle gewesenist, Jahrhunderte hindurch unverändert in Geltung blieb und fürspater entwickelte und bis weit in das vorige Jahrhundert in derChemie beibehaltene Anschauungen die Ausgangspunkte enthielt. Nachdieser letzteren Lehre fügen sich aus Aristotelischen Elementen durchnige Vereinigung derselben Substanzen zusammen, die unter sicherbindungen zu bilden vermögen, für welche die Eigenschaften undbesonders die chemischen durch den Gehalt an diesen Substanzen;Grundstoffen im chemischen Sinne, bedingt sind. Wäre einem Chemikerneuerer Zeit zu verdeutlichen, als in welcher Beziehung zu den Ari-stotelischen Elementen stehend diese Grundstoffe angesehen wurden,

0 Wue die Vergleichung der ersteren mit den jetzt als Elementeezeichneten unzerlegbaren Substanzen und die der letzteren mit s. g.

zusammengesetzten Radicalen eine ziemlich passende sein. Ein solcher,als Sulphur (Schwefel) benannter Grundstoff wurde in allen durch

inwirkung des Feuers veränderbaren Körpern und speciell in den

e allen als das diese Eigenschaft Bedingende angenommen, und dieiarbe der Metalle wurde gleichfalls als auf dem Gehalt an diesem

umdstoff und der Art desselben beruhend betrachtet; ein zweiterGrundstoff sei mit dem Sulphur zu den Metallen vereinigt: der als

ercurius (Quecksilber) benannte, welcher der Träger anderer Eigen-schaften der Metalle sei: des Glanzes, der Dehnbarkeit, der Schmelz-

iKeit, der Befähigung zur Amalgamation mit gewöhnlichem Queck-

1 Der. Der als Sulphur und der als Mercurius benannte Grundstoffurden nicht als identisch mit dem gemeinen Schwefel und mit dem

bememen Quecksilber angesehen, aber als vorzugsweise in den letz-eren Körpern enthalten; man dachte sich jene Grundstoffe etwa als

M