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1 (1886) Die Alchemie bis zum letzten Viertel des 18. Jahrhunderts
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Stellung berühmter Chemiker u. A. zu der Alchemie.

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Steins der Weisen blieb lange Zeit hindurch ein fester auf Grundvon Dem, was anerkannte Autoritäten darüber ausgesprochen hattenoder auch haben sollten; denn so lange ein unter einem berühmtenNamen als dem des Verfassers verbreitetes Werk als acht galt, wirktees dafür, an das in ihm Gelehrte glauben zu lassen, auch wenn esuntergeschoben war gerade so, wie wenn es wirklich von dem ge-nannten berühmten Mann ausgegangen wäre. Es würde kaum zubegreifen sein, wie der Glaube an die Möglichkeit der Metallveredlungund die Bewerkstelligung der letzteren mittelst des Steins der Weisenein so allgemein verbreiteter sein konnte, wenn man nicht Kenntnifsdavon nehmen wollte, in welcher Weise viele Jahrhunderte hindurchgerade Diejenigen/ welche als die hauptsächlichsten Repräsentantender Naturkenntnifs und namentlich des chemischen Wissens ihrer Zeitauch als vorzugsweise competente Beurtheiler des so eben hervor-gehobenen Gegenstandes anzusehen waren, sich über denselben ge-

(Das nannte man schlechthin: das Gold zerstören, oder auch: das Gold ausseinem Wesen setzen), bez.-w. Gold in den Zustand anderer Metalle zuriickzu-hihren (diese Leistung wurde manchmal als Reduciren bezeichnet). Wie dieseVeränderung des Goldes zu bewirken sei ist in besonderen Schriften besprochenworden, z. 13. in des Hessischen Bergbeamten Joh. Christian Orschall zuerst584 zu Augsburg veröffentlichter SchriftSol sine vestc, Oder dreyfsig Experi-'enta dem Golde seinen Purpur auszuziehen, welches Theils die Destructionemaun vorstellet, mit angehängtem Unterricht, den schon längst verlangten Rubin-s oder rothe Glal's in höchster Perfection zu bereiten". An sie glaubten fürre Zeit bedeutende Chemiker: so z. B. gegen das Ende, des siebzehnten Jahr-.uoyle, wie später zu berichten sein wird, und Künckel, welcher in iheil seines Laboratorium chymicum anerkennt, dafs das Gold in dem .mittelst desselben gefärbten Rubinglas aus seinem Wesen gesetzt sei, und in demIII. Theil dieses Werkes in einem eigenen Capitel die Frage,ob das Gold zer-stöhrlich sei", bejaht, in einem anderen davon handelt,wie das Gold aus seinemWesen könne gesetzt werden". Aber auch noch gegen das Ende des achtzehntenJahrhunderts war in einer damals bei den Verehrern höheren Geheimwissenshochgeachteten rosenkreuzerisch-freiniaurerischcn Schrift: dem im II. Theil desvorliegenden Buches zu besprechendenCompafs der Weisen" versichert, dafsReiches möglich sei; das grofse Geheimnifs,das Gold also zu zerstören, dafs esrein Gold mehr ist", kenne allerdings nur ein in das höhere Wissen so Einge-weihter, dafs er vermöge, einen Kanonenschufs aufzufangen (in einer Anmerkung<les Herausgebers dieser Schrift wird bei dem lebendigen Gott versichert, dafsJeder in dem Geheimbund zu dem entsprechend hohen Grade Gelangte im Standese i> mehrmals in einem Tage die wunderbare Zerstörung des Goldes auszuführen).