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1 (1886) Die Alchemie bis zum letzten Viertel des 18. Jahrhunderts
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8 Über die Aufsuchung der Materia prima.

Erkenntnifs den von Gott dafür besonders Auserwählten vorbehaltenbleiben müsse, galt als sündhaft, und gefunden wurde diese Sub-stanz auch nie. Letzteres lag nicht etwa daran, dafs die Alchemisteninnerhalb eines allzu engen Kreises nach der Materia prima suchten;im Gregentheil, sie unterwarfen der Probe, ob sich nicht das Richtigeergebe, so ziemlich Alles. Durchprobirt wurde, was auf der Erdevorkommt, was die Erde in ihren Tiefen birgt, was auf die Erdeherabfällt oder als auf sie herabfallend betrachtet wurde. Darauf,ob nicht das Untersuchungsobject bei vorschriftsmäfsiger Bearbeitungden Stein der Weisen oder ein mit wenigstens ähnlicher Wirksamkeitausgestattetes Präparat ergebe (es ist alsbald daran zu erinnern, dafsman aufser an den vollkommenen Stein der Weisen auch an un-vollkommenere aber doch Etwas von seiner Kraft besitzende Kunst-producte glaubte), wurde durchprobirt, was dem Mineralreich zu-gehört, durchprobirt wurden verschiedenste Pflanzen und Pflanzen-säfte, durchprobirt wurde, was das Thierreich an Se- und Excretenbietet, auch das Ekelste, und zwar Dieses mit Vorliebe. Mit wenigerVertrauen wurde Milch darauf bearbeitet, ob sie nicht die richtigeMateria prima sei, als Speichel, und oft dafür in Arbeit genommeneSubstanzen waren Fäces und der Harn von Menschen; schon im fünf-zehnten Jahrhundert zählte der Graf Bernhard von Trevigo inseiner später als Opuscule tres-exceUent de la vrayePhilosophie naturelledes metaulx gedruckten Schrift auch urine et ficnte d'homme in derüberlangen Liste von Substanzen auf, mit welchen allen er es versuchthabe. Etwas kam bei einigen wenigen von solchen schmutzigenArbeiten heraus, wenn auch nicht der Stein der Weisen oder ähnlichWirkendes. Ein früher den Chemikern Interesse bietendes, in Be-rührung mit der Luft gebracht sich entzündendes und defshalb alsPyrophor bezeichnetes Präparat wurde gegen das Ende des siebzehntenJahrhunderts zuerst in Paris durch Homberg, den Leibarzt des

war natürlich eine Schrift geschützt, wenn in ihr die Materia prima verschwiegenwar, und dafs Dem so sei, wurde manchmal recht naiv hervorgehoben. In einem1786 zu Wien gedruckten, schon vor der ausführlicheren Besprechung in der An-merkung VI am Ende des II. Theils des vorliegenden Buches manchmal zu be-nutzenden Katalog für Geld abschriftlich zu erhaltender Manuscripte ist z. B.auch (S. 21) verzeichnetEin Prozefs über eine nicht genannte Materie, sonstaber mit allen Umständen und Handgriffen beschrieben".