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1 (1886) Die Alchemie bis zum letzten Viertel des 18. Jahrhunderts
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Über die Aufsuchung der Materia prima.

fliege auf), während Andere davon, dafs Dies geschehe, Nichts zumelden wufsten. Mehr Übereinstimmung ist darüber vorhanden, dafsdie so wie angegeben erhaltene weifse Substanz bei noch längeremund stärkerem Erhitzen lebhaftere Farben annehme (den Pfauen-schweif oder Regenbogen zeige): gelb und dann glänzend roth werde,wo man denn glücklich zum Schlufs der Arbeit gekommen sei unddie Darstellung des Steins der Weisen vollendet habe.

Solches wurde gelehrt und geglaubt, nicht etwa nur im Mittel-alter sondern auch noch in uns viel näherer Zeit. Unzählig Vielehaben an der Darstellung des Steins der Weisen sich versucht, aberwenn überhaupt der Anfang aller Dinge schwer ist, so bewährte sichDas für diese Darstellung ganz besonders: die richtige Materia primawollte sich für weitaus die Meisten nicht finden lassen, und Diejenigen,welche glaubten sie zu haben, waren auch nicht besser daran, dennsie erhielten bei der Bearbeitung der Substanz, welche je Einer alsdas richtige Rohmaterial ansah, das gewünschte Präparat auch nicht.Wiederholt wurde aber das einmal Vorgesprochene gläubig von Allen:die Materia prima sei eine ganz gemeine Substanz, man müsse sienur zu suchen und zu finden wissen. Angedeutet, zum Greifen deut-lich angedeutet sollte die richtige Substanz in vielen alchemistischenSchriften sein, wie die Verfasser derselben wenigstens behaupteten,die übrigens gewifs Alles, was sie wufsten, auch sagten, aber leidernicht Alles, was sie sagten, auch zuverlässig wufsten, sondern darüber,welche Substanz die richtige sei, nicht besser unterrichtet waren alsihre Leser. In Räthseln wurde diese so kennenswerthe Substanz an-gezeigt, allegorisch wurde auf sie hingewiesen, aber glattweg genanntwurde sie von einer vertrauenswürdigen alchemistischen Autoritätnie*) die offene Mittheilung eines solchen Geheimnisses, dessen

*) Allerdincs siebt es auch recht viele alchemistische Schriften, in welchendie angebliche Materia prima deutlicher bezeichnet oder geradezu genannt ist(eine Anzahl derartiger Angaben ist im II. Theil meiner Geschichte der Chemie,Braunschweig 1844, S. 226 ff. zusammengestellt und da sind auch über einigeProcesse, wie der Stein der Weisen aus einzelnen Substanzen, Quecksilber oderVitriol z. B., darzustellen sei, etwas eingehendere Mittheilungen gemacht), aberdie Verfasser dieser Schriften waren nicht alchemistische Autoritäten erstenHanges, und davon, dafs sie Etwas verschwiegen haben mufsten oder überhauptkein Vertrauen verdienten, konnten sich die nach ihren Vorschriften erfolglosArbeitenden überzeugen. Vor dem Vorwurf, unrichtige Angaben zu enthalten,