Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
228
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

228

Haselwurzel.

möchten. Nicht, deshalb erschuf ev sie in Menge,dafs wir, ohne Hülfe zu bringen, mit grofsen Gabendem edlen Menschengeschlechte Schaden zufügen soll-ten, wie bei dem gewöhnlichen allopathischen Curi-ren geschieht. Diese Substanzen haben von der Na-tur noch weit andere Zwecke und Bestimmungen er-halten , die wir nur noch nicht alle kennen, um de-rentwillen sie in Menge geschaffen wurden; siebringt nichts für einen einzigen Zweck hervor; nein!vielfach ist die Bestimmung ihrer vielnützigen Er-zeugnisse. Und wenn sie dann dabei auch als Arz-nei dienen, so kann uns der Vorrath derselben in derNatur doch unmöglich berechtigen, sie in grofsenGaben bei Krankheiten zu mifsbrauchen. So hat z-B. der Arsenik gewifs noch grofsen andern Nutzenin der Haushaltung Gottes, da wir von den mehrenhundert Centnern, die das sächsische Erzgebirge alleindavon hervorbringen kann, nur einen unbedeutendMeinen Theil zur Arznei brauchen können, wennwir ihn wohlthätig anwenden wollen,

Die Haselwurzel soll, nach Coste und Willemet,an dem Essig ein Antidot finden. Kampfer scheintWenigstens wirksam zu seyn, Nachtheile ihrer An-wendung am unrechten Orte oder in grofsen Gabenau besänftigen.

Ein Quatrilliontel eines Gran* (als verdünnte Auf-lösung) scheint von der geistigen Tinctur und vornfrisch ausgeprefsten und mit gleichen Theilen Wein-geist vermischten Safte die quintillionfache Verdünn-ung zu einem Tropfen oder vielmehr zu einem sehrkleinen Theile eines solchen Tropfens) die beste Q A 'be zu homöopathischem Gebrauche zu seyn.