170
Elektrizität.
lator-,,Zelle" besteht nun aus einer gewissen Zahl positiver und ne-gativer Platten, die miteinander abwechseln; von letzteren wird ge-wöhnlich eine mehr genommen, so daß jede positive Platte zwischenzwei negativen steht. Alle positiven Platten enden oben in einerBleileiste, ebenso die negativen. In der Zelle sind die Platten alsoparallel geschaltet (Fig. 157). Die Zellen selbst werden gewöhnlichhintereinander geschaltet. Die Akkumulatoren zeichnen sich einmaldurch ihre große und sehr konstante elektromotorische Kraft (ca.2YoJ.fc)aus; vor allem können sie aber zur Aufspeicherung elektrischer Energiedienen.
c. Elektromagnetismus und Elektrodynamik.§ 190. Ablenkung der Magnetnadel durch den Strom. Im Jahre1820 entdeckte Oerstedt, daß ein elektrischer Strom, der eine Magnet-nadel umfließt, dieselbe ablenkt, und zwar senkrecht zu seiner Ebenezu stellen sucht. Die Richtung der Ablenkung ergibt sich aus dersog. AMPÄRESchen Schwimmregel: Denkt man sich in der Richtungdes positiven Stromes schwimmend, das Gesicht der Nadel zugekehrt,so wird ihr Nordpol nach links abgelenkt. Dasselbe Resultat erhältman auch durch die sog. Rechte-Hand-Regel: Hält man die rechte
Hand in der Richtung despositiven Stromes so überden Stromleiter, daß dieHandfläche der Magnet-nadel zugekehrt ist, sowird ihr Nordpol nachder Richtung des abge-spreizten Daumens abge-lenkt (Fig. 158). Die Ab-lenkung der Magnetnadeldient zum Nachweis elek-trischer Ströme. Die be-treffenden Apparate hei-ßen Galvanoskope.Die Tatsache, daß ein elektrischer Strom magnetische Wirkungenhervorbringt, kann man auch so ausdrücken, daß ein stromdurch-flossener Leiter ein magnetisches Feld besitzt, daß auch von ihmKraftlinien [§ 150] ausgehen. Bei einem geraden Leiter bildendiese Kraftlinien konzentrische Kreise um die einzelnen Teile
__, der Strombahn. Durch benachbarte Leiter wird
der Verlauf der Kraftlinien in gesetzmäßiger Weisebeeinflußt, bei einem Kreisstrom z. B. ist in einerbestimmten Ebene der Kraftlinien verlauf so, wieFig. 158. m Fig. 159 angedeutet.
Fig. 158.