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Mechanik.
die chemische und physikalische. Bei ersterer verbindet sichdas Gas mit der Flüssigkeit zu einer festen Verbindung, aus der esnur auf chemischem Wege freigemacht werden kann, z. B. Absorptionvon Kohlensäure in Kalilauge.
Die physikalische Absorption hängt ab 1) von der Natur der Flüssig-keit und des Gases; so absorbiert^WgigserJjei gleichem Druck von Sauer-äto££-etwa das doppelte Volumen wie von kStickstoff (s. u.). Das Gasvolu-men, das von der Volumeneinheit der Flüssigkeit bei 760 mm Queck-silberdruck aufgenommen wird, bezeichnet man als Absorptionskoef-fizienten. Die physikalische Absorption hängt 2) ab vom Drucke.Nach dem Gesetze von Henry absorbiert ein bestimmtes VolumenFlüssigkeit auch bei verschiedenen Drucken stets gleiche VoluminaGas; da nun aber diese Gasvolumina nach dem BoYLE-MARiOTTEschenGesetze eine dem Druck proportionale Gasmenge enthalten, so kannman auch sagen, daß die unter sonst gleichen Umständen absorbiertenGas mengen den Drucken proportional sind. Bezüglich des Druckesist noch zu bemerken, daß bei Gasgemischen nur der Partiärdruckin Frage kommt, d. h. der Druck jedes einzelnen Gases, unabhängigvon dem der anderen Gase [vgl. § 93]. So hängt z. B. die Absorptionvon Sauerstoff im Wasser nicht vom ganzen Luftdruck, sondern nurvom Druck des Sauerstoffs der Luft ab. Wird also z. B. über eineFlüssigkeit, die ein Gas absorbiert enthält, ein anderes Gas geleitet,so wird, da jetzt der Partiärdruck des ersten Gases = 0 wird, dasGas aus der Flüssigkeit entweichen. Die physikalische Absorptionhängt 3) auch noch ab von der Temperatur; im allgemeinen nimmt dasAbsorptionsvermögen mit steigender Temperatur ab. Um also Gaseaus Flüssigkeiten freizumachen, hat man zwei Wege: den Druckherabzusetzen (wie das z. B. beim Öffnen einer Flasche Selterwassergeschieht) oder die Temperatur zu erhöhen.
Die atmosphärische Luft besteht im wesentlichen aus ca. 21 Volum-prozent Sauerstoff (O) und 78 Volumprozent Stickstoff (N). Bei ihrer Absorp-tion in Wasser kommt in Betracht ]) der Absorptionskoeffizient für O und JV(0,048 bzw. 0,023), und 2) der Partiärdruck beider (0,21 bzw. 0,78 Atmosphären).Demnach absorbiert ein Liter Wasser bei 0° aus der atmosphärischen Luft0,048 -0,21 = ca. 10 ccm O und 0,023 -0,78 = ca. 18 ccm N. Die im Wasser]absorbierte Luft ist also zwar dünner, aber relativ reicher an Sauerstoff als dieiatmosphärische Luft, was für das Leben der Wassertiere von Bedeutung istj
§ 54. Reibung. Wenn Gase und auch Flüssigkeiten in Gefäßenströmen, so erleiden sie an der Wand und auch in ihrem Innern eineReibung (äußere und innere R.). Bei Flüssigkeiten bedingt dieinnere Reibung ihre mehr oder weniger große Zähigkeit (Visko-sität 1 ). Man stellt sich nun vor, daß die äußerste Schicht infolge
1 viscosus klebrig, zähe; viscum, Mistel bzw. der dara\is bereitete Vogelleim.