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Vorkommen usw. von Kohlenwasserstoffen in ätherischen Ölen
den Ölen beruht fast ausschließlich auf der fraktionierten Destillation.Die künstliche Darstellung geht bei den Terpenen entweder von denHalogenanlagerungsprodukten aus, indem man HCl mit Hilfe von Anilin,Chinolin oder in Eisessiglösung mit Natriumacetat abspaltet; auch kannman unter Umständen vom Bisnitrosochlorid ausgehen, wie z. B. bei derRegenerierung des Pinens, ferner von den Di- und Tetrabromiden, unddiese mit Zinkstaub und Alkohol reduzieren usw. (Terpinolen, Limonen).Bei den Sesquiterpenen jedoch kann man nur in vereinzelten Fällen eineRegenerierung bewirken und dann ist sie bisher nur durch die Dihydro-chloride hindurch ausführbar.
Die Unterschiede in den physikalischen Konstanten und denchemischen Reaktionen zwischen den Terpenen und Sesquiterpenen sindbei den einzelnen Gruppen betont worden, ebenfalls die Reaktionen,welche für Identifizierungszwecke brauchbar sind.
Geschichtlich geht die Entwickelung der Erkenntnis der Eigen-schaften der Terpene und Sesquiterpene parallel nebeneinander, mit demUnterschiede, daß die Sesquiterpene in den sechziger und siebzigerJahren bedeutend weniger bearbeitet wurden als die Terpene und besonderserst in den letzten zwanzig Jahren kräftige Förderung, namentlich auchdurch Darstellung von Derivaten, erfuhren.
Die Terpene sowohl wie die Sesquiterpene, aber auch die übrigenKohlenwasserstoffe, die sich seltener finden, wie das Menthen und Tetra-hydrosesquithujen, stehen im engen Zusammenhange mit sauerstoffhaltigenVerbindungen, mit denen sie häufig vergesellschaftet in den ätherischenÖlen vorkommen. Vielfach ist man imstande, von den Kohlenwasser-stoffen aus zu den sauerstoffhaltigen Verbindungen oder aber auch um-gekehrt von diesen zu jenen zu gelangen. Zweifellos spielen derartigeÜbergänge auch im Leben der Pflanze eine Rolle, wie im folgendenBande gezeigt werden wird.