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1 (1914)
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300
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Halogene und Halogenverbindungen.

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Man nimmt die Zersetzung in großen, aus geteerten Stein-platten aufgebauten Kästen vor (Fig. 41) und erwärmt durchEinleiten von Wasserdampf. A dient zur Zuführung der Salz-säure, B zur Einbringung des Weldonschlammes, der Mangan-dioxyd enthält, C zur Ableitung der Chlorgase und D zur Zu-führung von Dampf. Die Darstellung des Chlors kann auch un-mittelbar aus Kochsalz erfolgen, das man bei Gegenwart vonBraunstein durch Schwefelsäure zerlegt, dann verläuft der Vor-gang nach der folgenden Gleichung:2NaCl + Mn0 2 + 2H 2 SO t = Na 2 SO t +Kochsalz Braunstein Schwefelsäure Natriumsulfat+ MnSO„ + 2H 2 0 + Cl 2Mangansulfat Wasser Chlor

doch ist dann Erwärmung aufhöhere Temperatur nötig.

Der teuerste Stoff bei diesemProzesse ist der Braunstein, denman daher aus dem Manganchloridzu regenerieren trachtete. Manerreicht dies nach dem WeldonschenVerfahren. Die Manganlaugen bildennicht nur ein lästiges Nebenpro-dukt, weil sie stets noch Chlor ent-weichen lassen und überdies freieSalzsäure enthalten, sondern es istein Gebot der Ökonomik, dasMangan in einem Kreisprozeßimmer wieder zu verwenden. ZurAusführung des Weldonprozesses wird die saure Lösung zunächstmit kohlensaurem Kalk neutralisiert und absitzen gelassen. Dieklare Flüssigkeit bringt man dann in hohe Bottiche, in denensie mit einem Überschusse von Kalkmilch versetzt wird, zumZwecke der Durchmischung der Flüssigkeit wird am Boden einLuftstrom eingeblasen. Der Kalk bewirkt die Fällung desMangans als Manganhydroxyd; wird dann noch ein kräftiger Luft-strom mehrere Stunden hindurch bei einer Temperatur von50 bis 60° durch die Masse geblasen, so bewirkt der Luft-sauerstoff die Überführung des Manganhydroxyds in Mangan-dioxyd, das in Verbindung mit Ätzkalk als Kalziummanganitin Form eines körnigen, schwarzbraunen Schlammes gewonnenwird. Dieser Schlamm enthält nun wieder das Mangan in

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Abb. 41.

Gefälj zur Entwicklungvon Chlorgas.