Verbindungen der Eiweißstoffgruppe.
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in Nukleinsäuren u. Histone. Letztere sind bas. Eiweißstoffe, diein Zusammensetzung u. Eigenseh. große Verschiedenheit zeigen u.in ihren Reaktionen zum Teil mit den einfachen Eiweißstoffen, zumTeil mit den Protaminen, zum Teil mit den Propeptonen über-einstimmen; sie bringen in den Lös. der anderen EiweißstoffeFällungen hervor. Histone sind das gew. Histon aus dem Blut-farbstoff der Vögel u. aus gew. Nukleohiston (S. 628) abgespalten;Globin, der abspaltbare Eiweißstoff der Blutfarbstoffe (Chromo-protei'de) ist den Histonen ähnlich.
Chromoprotei'de, die Blutfarbstoffe, lassen sich zerlegen inGlobin (s. oben) u. den Farbstoff Hämochromogen, bzw. Hämatin(S. 606); sie sind lösl. in W. u. Salzlös.
Oxyhämoglobin, der Farbstoff des Arterienblutes, ist nebstdem Hämoglobin der Hauptbestandteil der roten Blutkörperchen;ferner finden sich beide in einigen Muskeln der Säugetiere u. inden Muskeln u. im Blute einiger Wirbellosen in geringer Menge.Es wird aus den Blutkörperchen gewonnen und bildet mikro-skopische, rote Krist. in W. lösl., durch Säuren oder Basen inGlobm u. Hämatin zerfallend.
Bringt man eine Lös. von Oxyhämoglobin oder arteriellemBlute vor den Spektralapparat, so erhält man ein für das Oxy-hämoglobin charakt., aus zwei Streifen bestehendes Absorptions-spektrum; setzt man Reduktionsmittel (Schwefelammonium odereine ammoniakalische Lös. von Ferrotartrat) in geringer Menge zueiner Oxyhämoglobin- oder Blutlös., so wird deren Farbe dunkler,u. es zeigt sich, daß die beiden Oxyhämoglobinstreifen verschwundensind u. das für Hämoglobin charakt. Absorptionsspektrum mit einemeinzigen, breiten Streifen entstanden ist (s. S. 218.2).
Hämoglobin, der Farbstoff des Venenblutes (s. Oxyhämo-globin), bildet rote Krist., welche gelöst ein charakt., einen breiten,dunklen Streifen zeigendes Absorptionsspektrum besitzen u. durchSäuren oder Basen in Globin u. Hämochromogen zerfallen.
Mit H 2 S, C 2 H 2 , HCN, C0 2 , CO, NO gibt es krist., dem Oxy-hämoglobin isomorphe Verb.; leitet man durch eine Oxyhämoglobin-lös. oder Blut diese Gase, so verdrängen sie den Sauerstoff u.verbinden sich mit dem Hämoglobin; leitet man durch die nunentstandenen Verb, wiederum 0, so wird nur das Kohlendioxyd-hämoglobin wieder in Oxyhämoglobin verwandelt; hierauf beruhtdie giftige Wirkung dieser Gase, indem sie Hämoglobin unfähigmachen, dem Organismus weiterhin 0 zuzuführen.
Methämoglobin, dem Oxyhämoglobin gleich zusammen-gesetzt u. aus demselben durch vorsichtige Oxydation mit KMn0 4 ,Pyrogallussäure, Ferrizyankalium usw. entstehend, bildet sich auchals erstes Produkt der Einw. von Säuren oder Basen auf Oxyhämoglobin. Es findet sich zuweilen in pathologischen Flüss., beivielen Vergiftungen im Harn u. Blut u. bildet braunrote Krist.Das Absorptionsspektrum der wäss. oder angesäuerten Lös. bestehtaus einem schmalen Streifen u. geht durch starke Reduktion indas Absorptionsspektrum des Hämochromogens über (S. 606).
Glykoprotei'de lassen sich zerlegen in Eiweißstoffe u. Kohlen-
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