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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Heterokarbozyklische Verbindungen.

Hauptbestandteil des Protoplasmas, kommen auch in Sekreten vor.Beim Stehen mit Alkalien oder Säuren in der Kälte zerfallen sieanalog den Nukleoprote'iden (s. diese). Zu erwähnen sind

Ichthulin in den Karpfeneiern u. Helikoprote'id in Helixpomatia, die neben Paranuklei'nen auch Zucker abspalten, ferner

Gallenmuzin in der Bindergalle u.

Opalisin in der Frauenmilch vorkommend.

Kasei'ne, die wichtigsten Nukleoalbumine, werdendurch Erhitzen aus ihren Lös. erst bei 130—150° gefällt, hingegenschon bei gew. Temp. durch gewisse Fermente (z. B. Labferment)sowie durch vorsichtigen Zusatz von Säuren.

Milehkasei'n, in der Milch aller Säugetiere, kann durch Lab-ferment, Säuren, Sättigen mit Magnesiumsulfat abgeschieden werden.Fügt man zu Milch einige Tropfen Säure oder etwas Lab, soscheidet sich alles Kasein zugleich mit dem Fett aus (Quark,Topfen, gekäste Milch, woraus durch einen Fäulnis VorgangKäse dargestellt wird) u. in Lös. bleiben Milchzucker, Albuminu. die Salze; diese Lös. heißt süße Molken (Serum Lactis). Läßtman Milch länger stehen, so gerinnt sie gleichfalls, indem durchMilchsäurebazillen aus dem Milchzucker Milchsäure entsteht(Sauermilch); die abfiltrierte Lös. heißt saure Molken.

Kasein gibt mit vielen Mineralfarben wetterbeständige An-strichfarben (Kasei'nfarben); mit Formaldehyd behandelt geht esin eine zelluloidähnliehe Masse über (S. 486), die wie dieses alsGalalith vielfache Anw. findet.

Vitelline finden sich gebunden an Lezithine (s. diese); Ovo-vitellin heißt das Viteltin im Eidotter, Phytovitelline (fälsch-lich Phytoglobuline) heißen die Vitelline in den Pflanzen;diese werden als Konglutin, Legumin u. Glutenkasei'n(Pflanzenfibrin), u. in Wg. lösl. Gliadin u. Glutenin unter-schieden. Letztere sind das Haupteiweiß der Getreidekörner u.bilden den beim Kneten der gemahlenen Körner mit W. entstehen-den Kleber (Pflanzenleim, Gluten), indem dadurch das Pflanzen-albumin u. die Stärke ausgewaschen werden u. Kleber als zäheMasse zurückbleibt, welche getrocknet ein gelbliches Pulver, dasAleuronat (S. 625) bildet. Dieses dient zur Herstellung vonDiabetikerbrot.

Nukleoprotamine finden sich im Sperma vieler Fische u. zerfallenin Nukleinsäuren u. Protamine. Letztere sind stark bas. Eiweiß-stoffe, welche im Gegensatz zu allen anderen Eiweißstoffenschwefelfrei sind; sie lösen sich in W. mit alkalischer Re-aktion u. werden aus der Lös. durch Sättigen mit Neutralsalzenwieder abgeschieden; sie sind die einfachst aufgebauten Eiweiß-stoffe u. werden durch Säuren oder Trypsin zuerst in die denPeptonen ähnlichen Protone übergeführt; Pepsinsalzsäure greiftsie nicht an. Protamine sind Salmin, C 30 H B7 Ni 7 O 6 , aus Lachs-u. Heringssperma, Klupein, C 30 H 63 N u 0 9 , aus Heringssperma,sowie Sturin, C 86 H 69 N I9 O f , aus Störsperma abgespalten.

Nukleohistone finden sich in dem in allen Zellkernen, in derThymusdrüse, u. in versch. unreifen Fischspermen; sie zerfallen