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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Organische Chemie.

u. dementspr. die einzelnen Verb, ausgehend von den betr.Kohlenwasserstoffen, wie dies auch nachstehend geschieht.Auf dem Prinzip der Ableitung aller org. Verb, von denKohlenwasserstoffen mit gleichviel C-Atomen beruht auchdie internationale Nomenklatur der org. Verb. (s. diese).

Isomerie.

Die Anzahl der C-Verb. wird bedeutend erhöhtdurch die Existenz zahlreicher isomerer Verb. (S. 43),d. h. von Verb., welche bei gleicher qualitativer u. quanti-tativer Zusammensetzung ganz versch. Eigensch. besitzen.

Die Strukturtheorie gestattet die möglichen Atomverkettuneen(Isomerien) zu berechnen, aber die Schwierigkeit der Berechnungwachst mit der Anzahl u. der Verschiedenheit der Atome im Mol

Dies ist namentlich bei den C-Verb. der Fall, wo sich außer-dem für manche Verb, mehr versch. Strukturformeln aufstellenlassen, als Isomere dargestellt werden konnten; dies beruht ent-weder auf der Unbeständigkeit dieser Isomeren (s. Tautomerie)oder auf der Schwierigkeit der Darst. oder Trennung der Isomeren(z. B. der Darst. der für die Formel C 18 H, 8 möglichen 802 Isomeren).

Anderseits sind von vielen C-Verb. mehr Isomere bekannt alsdie btrukturtheone voraussieht, welche Erscheinung durch die zurSstereochemie erweiterte Struktur!heorie erklärt wird.

1. Isomerie im weiteren Sinnegew. Polymerie genannt, wird bedingt durch versch.Molekulargröße. Verb, von versch. ehem. u. physik.Eigensch., welche bei gleicher qualitativer u. quan-titativer Zusammensetzung ein versch. großes Mol.-Gew. besitzen, heißen polymere

Z.B. CH 2 0, C 2 H 4 0 2 , C g H 6 0 3 ,

Formaldehyd. Essigsäure.

Milchsäure.

O.H.. C 3 H 6 , C.H,

C 6 H 12 0 Ü>

Traubenzucker.

Äthylen.

4 XX 8>

Butylen.

C 5 H 10-

Pentylen.

Propylen.

2. Isomerie im engeren Sinnegew. nur Isomerie, seltener Metamerie genannt, wirdbedingt durch versch. Anordnung der Atome imMol. bei gleicher Molekulargröße. Verb, von versch.ehem. u. physik. Eigensch., welche bei gleicherqualitativer u. quantitativer Zusammensetzung auchgleiche Mol.-Gew. besitzen, heißen isomere.

Für C-Verb. mit einer offenen Atomkette ergebensich Isomerien durch die versch. Verkettung der C-Atome