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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Konstitution.

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4. Inden, Hydinden, Fluoren und deren Derivate.

Dieselben enthalten Benzol- u. Pentamethylenringe (S. 516)mit je zwei gemeinsamen C-Atomen (Strukturformeln S. 585).

Inden, C 9 H 8 , im Steinkohlenteer, ist eine bei 180° sied. Plüss.von Naphtalingeruch, zu o-Phtalsäure (S. 552) oxydierbar. Es hatseinen Namen daher, weil durch Substitution einer ""CH 2 -Gruppein demselben durch =NH das Indol, C 8 H 7 N, entsteht, weshalb manes auch als Stammsubstanz der Indolverb. betrachten kann.

Hydrinden, C 6 H l0 , findet sich als Begleiter des Pseudokumols(S. 555), entsteht durch nasz. Wasserstoff auf Inden, siedet bei 177°.

Fluoren, C 13 Hi 0 , Diphenylmethan, im Steinkohlenteer, bildetbei 113° schmelz., fluoreszierende Blättehen; es geht oxydiert durchAustausch seiner zwei mittelständigen H-Atome gegen ein O-Atomin sein Keton Fluorenon über.

Karminsäure, C 22 H 22 0 13 , Karminrot, enthält wahrscheinlichim Mol. zwei Hydrindenderivate. Es findet sich in den Blütenvon Monarda didyma, in der Kochenille, in den Kermesbeeren u.bildet rote Massen, in W. u. Wg. gelbrot lösl., bei Gegenwartvon Alkalien hingegen karmoisinrot lösl. Karmin des Handelsist ein Tonerdelack (S. 281) der Karminsäure.

III. Heterokarbosyklische Verbindungen.

Konstitution.

Heterokarbozykl. Verb, heißen solche Verb., deren Mol.eine ringförmige geschlossene Atomkette enthält, welcheneben C-Atomen noch aus anderen Atomen gebildet ist.

Außer den heterokarbozykl. Verb, mit einem Atomringesind auch solche mit verketteten u. kondensierten Atom-ringen bekannt (S. 332), welche zum Teil auch isokarbo-zykl. Atomringe sein können.

Im folgenden werden die wichtigen heterokarbozykl. Verb,besprochen; dieselben haben aus 5 u. 6 Atomen bestehendeRinge, mit ähnlicher Bindung der Atome wie im Benzolringe.

Alle diese Verb, sind in ihrem ehem. Verhalten denisokarbozykl. Verb, ganz ähnlich u. gilt für dieselben allesim allgemeinen Teil der letzteren Verb. Angeführte.

Im Gegensatz zu den beterozykl. Verb, mit wenigeroder mehr wie 5 u. 6 Atomen im Ringe lassen sie sichihre Ringe, analog denen der isokarbozykl. Verb, mit 6 C-Atomen,nicht mehr in einfacher Weise sprengen.

Im Anschluß an die heterokarbozykl. Verb, werden derenAdditionsprodukte besprochen, welche ebenfalls wie die der