Verbindungen der Eiweißstoffgruppe.
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Serumglobulin, Blutkase'in, Paraglobulin, fibrino-plastische Substanz, in Blutserum, Chylus, Lymphe u. fastallen frischen Transsudaten, auch in eiweißhaltigem Harn nebenSerumalbumin; seine neutralen Lös. gerinnen bei 70—75°.
Kolostrumglobulin, in der Milch kurz nach der Geburt.
Fibrinogen, Metaglobulin, ist in allen tierischen Flüss.enthalten, welche entweder beim ruhigen Stehen von selbst ge-rinnen (Fibrinbild. S. 631) oder auf Zusatz einiger Tropfen deraus frisch geronnenem Blute ausgepreßten Flüss.; es gerinnt beimErwärmen seiner neutralen Lös. bei 53—56°.
Fibringlobulin entsteht aus Fibrinogen neben dem Fibrin(S. 631), ferner bei der Verdauung des letzteren; es gerinnt bei 64°.
Kristalline finden sich in der Kristallinse des Auges.
Thyreoglobulin, in der Schilddrüse, spaltet mit Säurendas nicht zu den Eiweißstoffen gehörende Thyrojodin oder Jodo-thyrin ab, das bis 14 Proz. Jod enthält.
Pflanzenglobuline sind nicht sicher bekannt. Zu den-selben scheint das in den Getreidesamen u. vielen anderen Samenvorkommende Edestin zu gehören.
2. Zusammengesetzte EiweiQstoffe.
Nukleoprote'i'de lassen sich zerlegen in Eiweißstoffe u. Nukle'ine;letztere sind nochmals spaltbar in Eiweißstoffe u. in phosphor-haltige Nukleinsäuren (s. unten), welche beim Kochen mit verd.Säuren oder Alkalilaugen einerseits Phosphorsäure, anderseits diePyrimidinbasen Urazil, Thymin, Zytosin (S. 602), sowie die Purin-basen Adenin, Guanin, Hypoxanthin, Xanthin (S. 497) liefern;außerdem enthalten die Nukleinsäuren Hexosen oder Pentosen;man kennt die Adenyl- (Thymonuklem-)säuren, die Guanylsäurenu. die Inosinsäure (s. diese), Tritiko- u. Hefenukle'insäure usw.
Nukleoprote'i'de verhalten sich wie Säuren, sind fast unl.in W., verd. org. Säuren, neutralen Salzlös., leichtl. in verd. Al-kalilaugen u. daraus durch Säuren wieder fällbar.
Sie finden sich in den Zellkernen, oft auch im Protoplasmader Pflanzen u. Tiere, sowie auch in tierischen Flüss., hinterlassenbei der Pepsinverdauung Nukle'ine u. zerfallen beim Stehen mitAlkalien oder Säuren in Eiweiß (bzw. Albuminate oder Azid-albumine, S. 632) nebst Nuklei'nen, welche dann weiter zerfallenin Eiweiß (bzw. Albuminate u. Azidalbumine) u. Nukleinsäuren,die schließlich in H 3 P0 4 u. Purinbasen gespalten werden.
Nukleoalbumine, Paranukleoproteide, lassen sich zerlegenin Eiweißstoffe u. Paranukleine, letztere sind noch weiter zerlegbarin Eiweißstoffe u. Phosphorsäure oder Paranuklei'nsäuren,welche beim Kochen mit verd. Säuren oder Alkalilaugen Phosphor-säure u. Eiweißstoffe, aber keine Purin- u. andere Basen geben.
Nukleoalbumine verhalten sich wie Säuren, sind unl. in W.,lösen sich aber bei Anwesenheit von Spuren von Ätzalkalien; dieneutralen Lös. gerinnen beim Kochen nicht; durch NaCl werdensie unvollkommen, durch MgS0 4 vollkommen gefällt.
Sie finden sich in Milch, Eidotter, Pflanzensamen, bilden den
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