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Heterokarbozyklische Verbindungen.
Verbindungen durch Substitution
von den sechsatomigen Kohlenwasserstoffen mit
mehreren anderen Atomen im Ringe sich ableitend.
Die wichtigsten hierher gehörigen Verb, sind die stickstoff-haltigen, die sich vom Pyridin, Chinolin u. Akridin ableiten, indemin diesen an Stelle von = CH~Gruppen weitere = N~-Atome treten;dieselben heißen gemeinsam Azine u. nach der Anzahl der N-Atomeim Ringe Di-, Tri-, Tetrazine; Oxazine enthalten ein N- u.ein O-Atom, Thiazine ein N- u. ein S-Atom im Ringe usw.
Je nachdem sich die N-Atome in o-, m- oder p-Stellung zu-einander befinden, unterscheidet man Oiazine, Miazine u. Piazine.
Über die Bezeichnung s-, a-, v- s. S. 520, n- s. S. 605.
1. Azine und deren Derivate.
n.n. n A-. n -:. nrr—xr Pyridazin, ist eine nach Py-
Orthodiazin, Tin^-'-'H—-N\ AT i- ■ r. i -u ■ »noi • jUC«^p H -pTT^>W, ridm riechende, bei 208° sied.
P^-N—CBL ^j Pyrimidin, narkotisch riech.,L "^CHXH» 5>rs ' bei 22° schmelz. Kristalle.
C A N, oder "^CirCH- Plüssigkeit
Metadiazin,C 4 H 4 N 2 oder
m-Diazinderivate sind Thymin u. Zytosin, die aus Nuklein-säuren (s. diese) abgespalten werden, u. Alloxan.
"M"TJ~OA
Dioxyhydromeiadiazin, HC<^ Att-^q>NH, Urazil, steht in gene-tischer Beziehung zu den Purinderivaten (S. 498), u. wurde ausHefennuklei'nsäure abgespalten.
Paradiazin, _CH=CH_ Pyrazin, A1 din, bildet nach
C 4 H 4 N 2 oder N <CH"CH> N < Rebeln riech., bei 55« schmelz.442 Kristalle.
Piperazin, „-^^CH^CILj^-wti Diäthylendiamin (S. 435),C 4 H 10 N 2 oder ^^CHVCH^ 111 ' Spermin, ist ein.Hexa-hydroparadiazin. Es wird aus Äthylenbromid mit Athylen-diamin erhalten u. bildet wasserl. Krist, bei 104° schmelz., welcheviel Harnsäure lösen u. nebst dem weinsauren Dimethylpiperazinoder Lyzetol als Gichtmittel dienen. BöTTCHERSche oderSchreiners che Krist., im eingetrockneten Sperma vorkommend,sind Piperazinphosphat.
Benzortho- Benzometa- Benzopara- Phtalazin,
diazin, C 8 H 6 N 2 , diazin, C 8 H 6 N„ diazin, C 8 H 6 N 2 , C 8 H 6 N 2 .
Zinnolin. Chinazolin. Chinoxalin.
HC CH
y\/\
HC C CH
IHC
4 l
HC N
HC CH
y\/\
HC C N
HC C CH
\/\/-HC N
HC N
HC C CH
1 Ä IHC C CH
W
HC N
HC CH
y\/\
HC C N
I II IHC C N
VVHC CH
Von diesen vier isomeren Verb, leiten sich die ersten drei vomChinolin, die letzte vom Isochinolin ab, indem darin eine = CH~