Verbindungen mit kondensierten Benzolringen. 585
Dieselben stimmen im ehem. Verhalten vollkommen mitden entspr. Benzolverb, überein. Nachstehend betrachteteVerb, leiten sich von Kohlenwasserstoffen ab, welche für jezwei Benzolringe zwei gemeinsame C-Atome haben; z. B.Naphtalin, C 10 H 8 . Anthrazen, C U H 10 . Plienanthren, C 14 H 10 .HH HHH HHHH
<\ XK /.C v /C, ,c. c=c c=c
\/ X / \ / \
C CH HC C-C CH
II I \ / \ z -
0 CH C-C C-C
H V / H
c==c
c
c
V/W
\ //
CH HC
I I
CH HC
C
IIC
\ c /\ c /\ c /'
H H HHH
Ähnlich konstituierte Kohlenwasserstoffe sind Fluor-anthen,C 1(i H 10 , Pyren, C 16 H 10 , Chrysen, C a8 H 12 , Naph-tazen, C 18 H 13 , Pizen, C 23 H 14 , welche alle farblose Krist.bilden u. in dem über 360° siedenden Teile des Stein-kohlenteers enthalten sind.
Kondensierte Verb, von Benzolringen mit C-är-meren Ringen (S. 516), welche je zwei gemeinsameC-Atome besitzen, leiten sich z. B. von folgendenKohlenwasserstoffen ab:
Inden, C 9 H 8 .H
Hydrinden, C 9 H 10 .H
Fluoren, C 13 H 10 .H H
y°\
HC C----- CH
HC C CH
\ c /\c/
H H.
y°\
HC C----- CH 2
1 II 1HC C CH 2
\ C /\ C /
H H 2
y c \ / c \
HC C-----C CH
1 II I 1HC C C CH
\ c /\ c /\c/'
H H, H
Kondensierte Verb, von Benzolringen mit heterozykl.Ringen (s. letztere), ferner kondensierte Verb., welche auszwei Ringsystemen bestehen, welche 3, 4 oder 5 C-Atomeoder andere Atome gemeinsam haben (z. B. die Alkaloideu. die Terpene) werden hier nicht besprochen.
Von den Derivaten dieser Kohlenwasserstoffe sind nochmehr Isomere möglich, wie beim Benzol; so können beimNaphtalin schon von jedem Monosubstitutionsderivat zweiIsomere existieren, je nachdem der Substituent neben einemder beiden wasserstofflosen C-Atome («-Isomerie) oder ent-fernter (/?-Isomerie) eintritt, z. B.