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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Isokarbozyklische Verbindungen.

keit die beiden N-Atome leicht gegen ~C1, ~Br, 'S, _ OH,~SH, "CN, "SCN, "OCN auszutauschen (GEiESsche Re-aktion), wobei N 2 entweicht u. der daran gebundene Säure-rest meist an den Benzolkern wandert, anderseits darauf,daß sich die Diazogruppe leicht im Mol. umlagert u. soAzo-, Diazoamido- oder Isodiazoverb. entstehen.

1. Beim Erhitzen mit W. geben sie Phenole, z. B.

(Cl)(C e H 5 rN=N + HÖH = C 6 H 6 _ OH + HCl + N 2 .

2. Mit C-ärmeren Alkoholen geben sie Phenoläther, z. B.(HS0 4 )(C 6 H 5 nSFN + C.HfOH = C 2 H 6 ~0-C 6 H 6 + 2N + H 2 S0 4 .

3. Beim Erwärmen mit CuJ, CuBr, CuCl, CuCN wird dieDiazogruppe durch J, Br, Cl, CN ersetzt (Sandmeyers Reaktion),

z. B. 2(N0 3 )(C 6 H 5 )=N=N + 2 CuBr = 2C 6 H 5 Br + 2CuN0 3 + 2N.Die erhaltbaren Zyanide dienen zur Synthese zykl. Säuren (S. 529.3).

4. Beim Erhitzen mit Phenolen oder zykl. Aminen entstehenamidierte oder hydroxylierte Azoverb., also Azofarbstoffe (S. 579);z. B. (C1)(C 6 H,)=N=N + C 8 H 5 -NH, = C a H 5 -N = N-C 6 H 4 -NH 2 + HCl.

(C1)(C 6 H 5 )=N=N + C 6 H 6 -OH = C 6 H.rN=N-C 6 H 4 -OH + HCl.

5. Mit primären oder sekundären zykl. Aminen entstehenDiazoamidoverb. (s. unten), z. B.

_(C1)(C 8 H 6 )=N=N + C 6 HfNH 2 = HCl + (C 6 H 5 )(C 6 H 6 -NH)=N=N,mit tertiären Aminen entstehen hingegen Amidoazoverb., z. B.Cl)(C 6 H 5 rN=N+(C 9 H 6 )-N=(CH 3 ) 2 = HCl + C 6 H 5 -N=N-C 6 H 4 -N(CH 3 ) i! .

6. Mit Alkalilauge erhitzt entstehen Alkalisalze der Iaodiazo-säure, z. B. (C1)(C 6 H 5 )=N^N + 2KOH = KCl + C 6 Hf N=N-OK + H a O.

Isodiazoverb. Dieselben leiten sich von dem, dem Diazo-niumhydroxyd, (HO)(C 6 H 5 ) = N=N, isomeren IsodiazoniumhydroxydHO"N~N"C 6 H 5 ab, welches wie ersteres unbeständig ist und denCharakter einer Säure hat, dessen Salze in zwei stereoisomerenModif. als Syn- u. Antiverb. (S. 345) auftreten können, u. das sichleicht in das isomere Phenylnitrosamin, ON _ HN"C a H 6 , um-lagert^. S. 530); versetzt man letzteres mit Alkalilauge, so ent-steht durch Umlagerung wieder ein Salz der Antiisodiazosäure,so daß also Nitrosamin eine Pseudosäure (S. 336) ist.

Darst. der Isodiazosalze (Isodiazotate) s. oben 6.

Auch bei_ den aliph. Verb, kennt man einige Verb, mit derGruppe _ N = N~, die als Diazo- oder Isodiazoverb. bezeichnet werden,z. B. den Isodiazo- oder Diazoessigsäureester, CH(N = N) _ COOH;dieselben tauschen die ~N = N - -Gruppe ebenfalls leicht aus, wobeiaber für dieselbe zwei einwertige Gruppen eintreten; ihre Alkali-salze spalten mit Säuren Hydrazin ab (Darst.), z.B. CH(N = N)~COONa+ 2 HÖH + HCl = COOH~COOH + H,N _ NH, + NaCl.

Verbindungen durch Substitution von den Kohlen-wasserstoffen mit kondensierten Benzolringen sich ableitend.Kondensierte Verb, enthalten C-Ringe, denen mehrereC-Atome gemeinsam angehören (S. 332).