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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Aliphatische Verbindungen.

Doppelbindungen auf, z.B. CH^CCH 3 (Allylen) u. CH 2 =C=CH 2(Allen); analog wie bei den Olefinen kommen ferner Isomeriendurch Auftreten der mehrfachen Bindungen an versch. Ortenzustande, z. B.CH 5 C'CH 2 -CH 3 (Krotonylen)u. CH 3 "Orj"CH 3 (Isokrotonylen),

Bei

CH 2 =CHCH=CH 2 (Pyrrolylen)u. CH 3 "CH=C=CH ?den Monoderivaten

(Isopyrrolylen).sind schon vom Allylen zwei

Isomere möglich, nämlich CX=C CH 3 u. CH-C CH 2 X, diemit der Anzahl der Substituenten entspr. zunehmen.

Die einzelnen Azetylene heißen auch Äthin, Propin,Butin, Pentin usw. oder werden als substituiertes Azetylen be-trachtet u. benannt, z. B. CH=C"C 2 H 5 als Äthylazetylen oder Butin,u. dementspr. ihre einw. Radikale als Äthinyl, Propinylusw., z. B. C 2 HC1 als Monochlorazetylen oder Äthinylchlorid.

E'igensch. Die niederen sind Gase, die mittleren, von C 4 H 8an, flüssig, die höchsten fest. Mit 2 Atomen H oder Halogen, bzw.einem Mol. Halogensäure geben sie Olefine, bzw. deren Derivate,mit 4 Atomen H usw. Paraffine, bzw. deren Derivate, z. B. C 2 H 2+ HJ = C a H 3 J; C 2 H 2 + 2HJ = C 2 H 4 J 2 ; C 2 H 2 + Cl 2 = C 2 H 2 C1 2 ; C 2 H 3+ 4C1 = C 2 H 2 C1 4 . Manche verbinden sich bei Gegenwart verd.Säuren mit W., z. B. C 3 H 4 + H 2 0 = C 3 H0 (Azeton), manchekönnen sich kondensieren, z. B. Azetylen, C 2 H 2 , zu C 6 H 6 (Benzol,s. unten); Isopren, CjHg, zu den Terpenen Ci 0 H 16 , C 16 H 24 .

Schwefelsäure absorbiert sie unter Bild, von Älkylensulfaten,z.B. C 2 H 2 + H 2 S0 4 = C 2 H 4 =S0 4 . Bei der Oxydation werden ihreMol. an Stelle der mehrfachen Bindung gesprengt u. es entstehenges. Säuren von geringerem O-Gehalt.

In den Isomeren, welche wie Azetylen die Gruppe "OCH"enthalten, läßt sich dieses H-Atom durch Metalle ersetzen; Mineral-säuren entwickeln aus diesen Metallverb, die reinen Kohlenwasser-stoffe C n H 2n _ 2 (Methode der Beindarst.).

Vork. u. Bild. Sie entstehen bei der trocknen Dest. von Holz,Braunkohle, Steinkohle usw. neben anderen Kohlen Wasserstoffen;z. B. findet sich im Leuchtgas Azetylen, Allylen u. Krotonylen.

Barst. Analog den Olefinen durch Einw. von alkoholischerAlkalilauge auf die Monohalogenderivate der Alkylene, bzw. aufdie Dihalogenderivate der Paraffine, z.B. C 2 H 3 Br = C 2 H 2 + HBr;C 2 H 4 Br 2 = C 2 H 2 + 2 HBr (S. 504), ferner aus den unges. AlkoholenC n H 2n O durch Abspaltung von H 2 0, z. B. C 3 H 5 "OH = C 3 H 4 + H 2 0-

Azetylen, C 2 H 2 oder CH^CH, Äthin. Bild. 1. Es istnebst dem Methan u. Äthan der einzige Kohlenwasserstoff,welcher sich durch direkte Vereinigung seiner Elemente bildet,indem man den elekt. Flammenbogen zwischen zwei Kohlen-spitzen in einem Gefäße erzeugt, durch welches H strömt.

2. Bei der unvollständigen Verbrennung (Durchleiten