Derivate unges. vierw. Kohlenwasserstoffe.
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der Dämpfe durch glühende Röhren) vieler C-Verb. (wie Wg.,A., Methan, Äthylen); es findet sich daher auch im Leucht-gase; aus letzterem entsteht es auch in größerer Menge, wennßian die Flamme eines Bunsenbrenners zurückschlagen läßt.
3. Durch Elektrolyse der fumar- u. malei'nsauren Alkalien(S. 509 u. 450): KOOaC 2 H 2 COOK = HOCH + 2 C0 2 + 2K.
Fumarsaures Kalium Azetylen
4. Aus Bromo- oder Jodoform durch Erhitzen mit Silberpulver:
2CHJ 3 + 6 Ag = 6 AgJ + C 2 H ä .
Barst. Aus Kalziumkarbid (S. 252), durch Zersetzungmit W.: CaC 2 + 2 HÖH = Ca(OH) 2 + C 2 H 2 .
Eigenseh. Eigenartig riechendes, giftiges Gas, leichtl. inW., Wg. u. Azeton, mit intensiv leuchtender u. rußenderFlamme verbrennend, bei 0° unter 26 Atm. Druck fiüss.Werdend, durch Knallquecksilber entzündet unter Explosion1] i seine Elemente zerfallend.
Läßt man Azetylen durch schwach glühendeRöhren streichen, so entsteht Benzol, C 6 H e , diewichtigste isokarbozyklische Verb.: 3C 2 H 2 = C 6 H 6 .
Die Anw. des Azetylens zur Beleuchtung hat den Vorzag, daßdasselbe am Orte des Verbrauchs leicht aus Kalziumkarbid her-stellbar ist, aber anderseits den Nachteil, daß die Explosions-grenzen seiner Mischungen mit Luft viel weiter auseinanderliegen,*ls bei Leuchtgas; Luft kann mit 3—80 Proz. Azetylen gemischtbeim Entzünden explodieren, mit Leuchtgas nur bei 5—30 Proz.
Plüss. Azetylen, sowie mit mehr als 2 Atm. zusammengepreßtesAzetylengas, können sich unter Explosion zersetzen.
Aus Kalziumkarbid gewonnenes Azetylen enthält H 2 S, PH 3 ,sowie öfters P 2 H 4 , durch den es selbstentzündlich wird (S. 193);m it Chromsäure-Schwefelsäure (Heratol), Kuprochlorid-Salzsäure(Frankolin) getränkter Kieselgur oder Chlorkalk mit Bleichromat(Akagin) oder Chlorkalkstücke (Puratylen) dienen in der Leucht-technik zum Befreien von diesen Beimengungen.
Metallderivate des Azetylens. Azetylen fällt aus ammoniakalischerKuprochloridlös. rotes, explosives Kuproazetylen, C 2 Cu 2 + H 2 0,aus ammoniakalischer Silbernitratlös. weißes, explosives Azetylen-s Über, CjAgj-fHsO; Säuren entwickeln aus diesen Verb. Aze-tylen: C 2 Cu 2 + 2 HCl = C 2 H 2 + 2CuCl. Erhitzt man Natrium inAzetylen, so entstehen die Natriumazetylene, C 2 HNa u. C 2 Na 2 ,a ls schwarze Pulver, welche sich mit W. zu Azetylen umsetzen:C a HNa + H 2 0 = C 2 H 2 + NaOH (s. Karbide).
2. Halogenderivate.Dieselben werden analog denen der Olefine durch gemäßigteEinw. von alkoholischer Alkalilauge auf die entspr. Halogen-derivate (s. unten) dargestellt u. verhalten sich wie die Halogen-derivate der Olefine; es sind daher auch ihre Halogenatome nur