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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Metalle und deren Verbindungen.

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Ferrophosphat, Fe 9 (P0 4 ) 2 , findet sich mit 8H 2 0 als Vivianit,entsteht als weißer, in Essigsäure unl., in anderen Säuren lösl.Niederschlag aus Ferrosalzlös. mit Natriumphosphat; an der Luftoxydiert es sich u. wird graublau.

Ferrokarbonat, FeC0 3 , findet sich als Spateisenstein in gelb-lichen, kristallin. Massen oder in Rhomboedern (dem Kalzium-, Mag-nesium-, Zink-, Mangano-, Nickelo- u. Kobaltokarbonat isomorph);in kohlensäurehaltigem W. ist Ferrokarbonat etwas lösl. u. kommtso in den Stahlwässern vor. Man erhält es durch Versetzenvon Ferrosalzlös. mit Alkalikarbonat bei Luftausschluß als weißenNiederschlag, der an der Luft rasch in braunes Ferrihydroxydübergeht; da Zuckerzusatz die Oxydation längere Zeit hindert, sofindet ein Gemenge von Ferrokarbonat mit Zucker als "Ferrumcarbonicum saccharatum med. Anw.

c. Verbindungen des dreiwertigen Eisens.

Ferrioxyd, Fe 3 0 3 , findet sich als Roteisenstein usw.(S. 309). Man erhält es durch Glühen von Eisenvitriol(FeS0 4 , S. 156), ferner von Ferro- oder Ferrihydroxydenals amorphes, rotbraunes Pulver, schwerl. in Säuren.

Ferrihydroxyd, Fe(OH) 3 , findet sich als Brauneisen-stein usw. (S. 309) u. bildet sich als Rost beim Liegen desEisens an feuchter Luft. Man erhält es beim Vermischenvon Ferrisalzlös. mit Alkalilauge u. Alkalikarbonat (S. 317)als rotbraunen, in W. unl., in Säuren leichtl. Niederschlag,der vorsichtig erhitzt zu einer amorphen, körnigen Masseeintrocknet (Ferrum oxydatum fuscum); frisch gefälltist es ein Gegengift bei Arsenvergiftungen (S. 202).

Mit Rohrzucker, C^H^O,,, bildet es den sog. Eisenzucker,2Fe(OH) 3 + C^HjjO,, + TH,0, 'Ferrum oxydatum saccha-ratum, welcher in W. leichtl. ist. *Sirupus Ferri oxydatiist eine Lös. von Eisenzucker in verd. Zuckersirup.

Frisch gefälltes Ferrihydroxyd löst sich in Ferrichloridauf unter Bild, von Eisenoxychlorid, 4Fe(OH) 3 ■+- FeCl 3 ; durchEinw. von Salzsäure auf frisch gefälltes Ferrihydroxyd in best. Ver-hältnissen erhält mau eine sich ähnlich verhaltende Eisenoxychlorid-lös. als ""Liquor Ferri oxychlorati, Liquor Perri oxydatidialysati; in diesen Lös. ist das Chlor nicht als Chlorion ent-halten u. geben dieselben daher mit Silbernitrat keine Fällung.

Bringt man diese Lös. in einen Dialysator (S. 49), so bleibtschließlich in demselben eine kolloide braune Lös. von Ferri-hydroxyd als sog. dialysierte Eisenoxydlös. zurück.

Ferrisulfid, Fe 2 S 3 , im Magnetkies enthalten (S. 309), kann durchZusammenschmelzen von Eisen mit der entspr. Menge S erhaltenwerden u. ebenso die anderen Sulfide des Eisens.

Ferrichlorid, Eisenchlorid, FeCl 3 , wird wasserfreidurch Erhitzen von Eisen im Chlorstrome in schwarzgrünen

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