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Repetitorium der Chemie : mit besonderer Berücksichtigung der für die Medizin wichtigen Verbindungen, sowie des "Arzneibuches für das Deutsche Reich" und anderer Pharmakopöen, namentlich zum Gebrauche für Mediziner und Pharmazeuten
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Elemente u. Verb, der Eisengruppe.

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Blättchen erhalten. In Lös. erhält man es durch Einw.von Salzsäure auf Ferrihydroxyd oder auf Eisen; in letzteremFalle entsteht Ferrochloridlös., welche durch Chlor oderSalpetersäure oxydiert wird. FeCl 2 + Cl = FeCl 3 ;

3FeCl 2 + 3 HCl + HN0 3 = 3FeCl 3 + 2H 2 0 + NO.

Nach dem Abdampfen bis zum spez. Gew. 1,57 erstarrt dieseLös. zu einer gelben, kristallin. Masse, FeCl 3 + 6H a O (*Ferrumsesquichloratum); dampft man bis zur Sirupdicke ab, soscheiden sich beim Erkalten rotbraune Krist., FeCl 3 + 3H 2 0, ab.Diese Salze sind sehr zerfließlicb, leichtl. iu W., Wg., A.

*Liquor Ferri sesquichlorati, Ferrum sesquichloratumsolutum, ist eine wäss. Lös., 29 Proz. FeCl 3 = 10 Proz. Fe enth.

"Tinctura Ferri chlorati aetherea ist eine Lös. vonFeCl s in Äther-Alkohol, welche dem Sonnenlichte ausgesetzt wird,wodurch teilweise Reduktion zu Ferrochlorid stattfindet u. das freiwerdende Chlor substituierend u. oxydierend auf den Alkohol wirkt.

Ferrisulfat, Fe 2 (S0 4 ) 3 + 9H 2 0, entsteht beim Lösen von Fe 2 O a

oder Fe(OH) 8 in H 2 S0 4 u. Abdampfen zu Krist.; es scheidet sich

auch beim Abdampfen einer mit Salpetersäure u. Schwefelsäure

versetzten Lös. von Ferrosulfat zur Sirupdicke in farblosen Krist. aus:

6FeS0 4 + 3H 2 S0 4 + 2HN0 3 = 3Fe 2 (S0 4 ) 3 + 2 NO + 4H ä O.

Es bildet mit Alkalisulfaten usw. (S 282) Alaune, z. B.

Ferriammoniumsulfat. Fe(NH 4 )(S0 4 ) 2 + 12H 2 0, Ammoniakeisen-alaun, Ferrum sulfuricum oxydatum ammoniatum, derin amethystfarbenen, wasserlösl. Oktaedern erhalten wird.

Ferrikarbonat, Fe,(C0 3 ) 3 , ist nicht bekannt; versetzt man Ferri-salzlös. mit Alkalikarbonat, so entsteht Ferrihydroxyd:

2FeCl 3 + 3Na,CO s + 3H 2 0 = 2Fe(OH) 3 + eNaOl + 3C0 2 .

Ferriferrooxyd, Fe 3 0 4 , findet sich als Magneteisen, das zuweilenmagnetisch ist, u. entsteht bei der Einw. von Wasserdampf aufglühendes Eisen sowie beim Verbrennen desselben (S. 309); es istein schwarzes amorphes oder kristallin. Pulver, lösl. in Säurenzu Ferri- u. Ferrosalzen.

d. Höhere Eisenverbindungen.

Eisensäure, H a Fe0 4 , u. deren Anhydrid FeO s sind wie die ent-sprechenden Verb, des Mangans frei unbekannt.

Eisensaure Salze oder Ferrate sind außer dem Kalium-ferrat, K 2 Fe0 4 , ebenfalls nicht bekannt; dieses erhält man durchZusammenschmelzen von Eisen u. Kaliumnitrat: Fe + 2KN0 3= K 2 Fe0 4 + 2NO; es bildet rote Prismen, isomorph dem Kalium-sulfat u. -Chromat, lösl. in W.; durch viel W., durch Säuren oderbeim Stehen an der Luft, entfärbt sich die Lösung:

2K,Fe0 4 + 5H 2 0 = 4KOH + 2FetOH) 8 + 30.

e. Erkennung der Eisenverbindungen.

1. Ammoniumsulfid fällt aus allen Eisensalzlös. schwarzes,in Säuren leichtl. Ferrosulfid (S. 315).

2. Kaliumferrozyanid erzeugt in Ferrosalzlös. weiße,