Desinfectio.
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haben sollen; es sind folgende bekannt: Delphinin C 3 ,H 19 NO,, stark giftig, wird bei120° C. gelb und schmilzt bei 198° C, in Wasser schwer, in absolutem Alkohol, Aether,Benzol leichter, in Chloroform in jedem Verhältniss löslich; Delphisin, -wahrscheinlichmit dem Delphinin isomer, Delphinoidin C 2r) H, 2 N0 1 , Schmelzpunkt 152° C, mit Schwefel-säure und Bromwasser eine violette Lösung gebend, mit ZuckeT und Schwefelsäure braun,dann auf Wasserzusatz grün. Staphisagrin, kein einheitlicher Körper, sondern ein Ge-menge amorpher Basen.
Anwendung und Wirkung. Die Alkaloide wirken ähnlich wie Akonitin, rufenaber keine Pupillenerweiterung hervor. Die ganzen Samen wirken stark narkotisch; früherund wohl auch noch jetzt gegen Hautungeziefer angewendet.
Aufbewahrung. Vorsichtig.
I.inimentnm contra seaMem Defens.
Rp. Semin. Staphisagriae pulv.
Semin. Sabadillae 5a 10,0
Fuliginis 1,0
Olei Olivarum 80,0.
Tinctura Staphisagriae acida.
Rp. Semin. Staphisagr. gr. putv. 10,0Spiritus diluti 100,0
Acidi suifuric. puri 0,5.
Unguentam contra pediculos.
Rp. Semin. Staphisagr. pulv. 20,0
Unguent. Hydrarg. einer. 10,0
Unguent. cerei 70,0
Vet, Aqua antipsorica llanque.
Kr ätz- und Räude Wasser.
Kp. Semin. Staphisagr. cont. 20,0
Capit. Papaver. conc. :10,0
Aquae fervidae 1000,0.
Man erhitzt 1 Stunde im Dampfbade u. presst aus.
II. Delphinium Consol'lda L. Ackerunkraut in Europa, in Nordamerika einge-schleppt. Verwendung finden die Samen: Semen Consolidae regalis, Semen Calcatrip-pae. — Larkspur Seed. Sie sind schwarzbraun, kantig, mit häutigen Schuppen bedeckt,2 mm lang und dick. Geschmack bitterlich scharf. Sie enthalten ein Alkaloid: Calea-tripin. Früher wurden auch die Blüthen Flores Calcatrippae benutzt.
III. Delphinium Ajacis L. Verbreitete Zierpflanze. Soll als Anästheticum, Ex.citans, Rubefaciens etc. verwendet werden.
IV. Delphinium ZaÜI Aitch. et Hemsl. Heimisch in Persien und Afghanistan.Das Kraut verwendet man als tonisches Mittel. Enthält ein Alkaloid. Die gelben Blüthenwerden zum Färben verwendet. Ebenso verwendet man zum Gelbfärben Delphinium
camptocarpum Fisch, et Mey in Persien und Delphinium saniculaefolium Boiss.,
ebenfalls in Persien. Die letztere Art soll Berberin enthalten. Die Blüthen dienenals Heilmittel bei Gelbsucht und Wassersucht.
V. Delphinium denudatum Wall. Ein Extrakt der Pflanze wird mit Carda-momen, Sem. Strychni, Semen Ignatii und Semen Lodoiceae gegen Cholera, Diarrhoe undChlorose angewendet. — Das Sem. Lodoiceae ist die Seychellen-Nuss: Lodoicea Sechellarum.
Desinfectio.
Unter „Desinfektion" (Entseuchung) versteht man die Vernichtung der in einembestimmten Objekt enthaltenen pathogenen Mikroorganismen (Bakterien). — Nicht zu ver-wechseln mit der Desinfektion ist die DesodoTation, welche die Zerstörung oder Ver-deckung übler Gerüche bezweckt, die durch die freiwillige Zersetzung (Fäulniss) organi-scher Substanzen aufgetreten sind.
Wer daher mit Erfolg desinficiren will, muss eine genaue Kenntniss von den Eigen-thümlichkeiten der in Frage kommenden pathogenen Organismen besitzen. Er muss ihreEntwickelung, Fortpflanzung, die Art, in welcher sie sich verbreiten, ihre Widerstands-fähigkeit gegen äussere Eingriffe kennen, er muss ferner unterrichtet sein über die Wirk-samkeit der Mittel (Desinfektionsmittel), die ihm zut Vernichtung der Bakterien zut Ver-fügung stehen. Er muss endlich Sorge dafür tragen, dass nicht durch das Desinfektions-verfahren eine Verschleppung von Keimen erfolgt. Endlich muss er die Gewähr bieten,dass er die erforderlichen Arbeiten mit der nöthigen Zuverlässigkeit ausführt.
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