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1 (1920)
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1019
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Dauous.

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Beschreibung. Die Wurzel der wilden Pflanze ist weisslieh, dünn, holzig, vonstark aromatischem Geschmack. Die vielfachen Spielarten, in denen die Pflanze gebautwird, haben eine weisse, gelbe oder röthliche Wurzel, welche stark rübenfiirmig oder mehrkugelig ist. Das ausserordentlich parenchymreiehe Gewebe lässt schmale Markstrahlen,im Holz vereinzelt die Gefässe erkennen. Im Parenchym zahlreiche Farbstoffkörperchenvon Carotin.

Bestanrftheile nach Koenig im Durchschnitt: Wasser 86,79 Proc, Stickstoff-Substanz 1,23 Proc, Fett 0,3 Proc., Rohrzucker 2,11 Proc., Fruchtzucker 4,03 Proc,sonstige stickstofffreie Bestandtheile 3,03 Proc, HolzfaseT 1,49 Proc, Asche1,02 Proc. In der Trockensubstanz: Stiokstoffsubstanz 9,31 Proc, Kohlehydrat69,41 Proc, Stickstoff 1,49Proc.Die Asche enthält: Kali 36,99Proc, Natron '21,17 Proc, Kalk11,34 Proc, Magnesia 4,38 Proc,Eisenoxyd 1,01 Proc, Phos-phorsäure 12,79 Proc, Schwe-felsäure 6,4. r ) Proc, Kies Ölsäure2,38Proc, Chlor4,59 Proc Fernerenthält die Wurzel 0,0114 Proc.eines farblosen, ätherischenOeles vom spec. Gew. 0,8863 bei11,2° C, ein Cholesterin (Dau-costerin) vom Schmelzpunkt.136,5° C. Carotin C 2(1 H 38 bildetrothbraune, quadratische, glänzendeKrystalle, die bei 167,8° C. schmel-zen. Es ist unlöslich in Wasser,leicht loslich in Schwefelkohlen-stoff, schwer löslich in Alkohol,Aether, Ligroi n und Chloroform,in Schwefelsäure löst es sich mitinrtigoblauer Farbe. An der Sonnewird es bald farblos und amorph,

in der Wärme riecht es nach Veilchenwurzel. Hydrocarotin 0, 8 H 30 0t')i neben Carotinin der Wurzel vorkommend, bildet monokline Blätter, die bei 137,4°C. schmelzen, es drehtdie Polarisationsebene links; es soll mit Cholesterin identisch sein, was von andrer Seitebestritten wird.

Anwendung. Die Verwendung der Wurzel als Gemüse ist bekannt. Der ein-gedickte Saft wurde früher als Succus Dauci inspissatus pharmaceutisch benutzt,lieber die Verwendung der Wurzel als Kaffeesurrogat vergl. S. 829.

Pulpa e mdice Carotae. Pulpe de Carotte (Gall.) ist der aus der zerriebenenWurzel gewonnene, durch ein Haarsieb getriebene Brei.

II. Daucus hispanicus L. und vielleicht auch Daucus gummifer Link., beide

in Sttdeuropa, lieleru ein Gummiharz durch Einschnitte in den Stengel: Bdelliumsieulum.

III. Athamantha cretensiS L. Heimisch im Mittelmeergebiet, liefert in den Früch-ten Fruits de Daucus de Crete (Gall.). Die Früchte sind 4 mm lang, stielrund, behaart,mit fadenförmigen Rippen. In jedem Thälchen ein Sekretgang, auf der Fugeniläche zwei. Die aromatisch riechenden Früchte werden als Diureticum verwendet.

Fig. 238. Querschnitt durch die Frucht vor, Daucus Carola L.,schwach vergrössert. a Stacheln auf den Nebenrippen. 6 Sekret-gänge, c Hauptrippen, e Embryo.

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