Cuprum sulfuricum.
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gegeben. Man fügt nun in kleinen Antheilen 27 Th. Salpetersäure (von 25 Proc.) hinzuund erwärmt inzwischen allmählich, schliesslich kurze Zeit zum Sieden. Nach erfolgterAuflösung des Kupfers filtrirt man noch heiss, dampft die Lösung in einer Porcellan-schale ein, erhitzt (zur Vertreibung der Salpetersäure) den Rückstand im Sandbade oderüber einem Drahtnetz, bis schwere weisse Dämpfe von Schwefelsäure entweichen. Dannlässt man erkalten, löst den Rückstand in etwa 60—70 Th. siedendem Wasser, filtrirt heissund lässt in der Kälte krystallisiren. Das aus den Mutterlaugen zu gewinnende Kupfer-sulfat verbraucht man als rohen Kupfervitriol. Ausbeute etwa 37 Th.
In sehr handlicher Form lässt sich das Kupfersnlfat gewinnen, wenn man dieheiss gesättigte wässerige Lösung des reinen Salzes in ein 3—4faches Volumen Alkoholunter Umrühren hineinfiltrirt. Man erhält es dann als krystallinisches Pulver, welchesnach dem Absaugen an der Luft getrocknet wird.
Eigenschaften. Das reine Cuprisulfat bildet kleinere, durchscheinende, lasurblaue,schiefrhombische Krystalle von widerlichem, metallischem Geschmacke, an der Luft all-mählich verwitternd, löslich in 3,5 Th. kaltem oder 1 Th. heissem Wasser, unlöslich inWeingeist. Die wässerige Lösung reagirt sauer und fällt Eiweiss. Das gepulverte Salzist blauweiss. Durch Erhitzen bis 100 °C. verliert das Kupfersulfat 4 Mol. Krystallwasser,bei 200° C. wird es völlig entwässert und bildet ein weisses Pulver, CuS0 4 , welches be-gierig Wasser aus der Luft oder anderen Medien (Weingeist) aufnimmt unter Uebergangin das krystall. wasserhaltige blaue Salz. In gelinder Glühhitze wird es nicht zersetzt, instarker Rothglühhitze entweichen Schwefelsäure, Schwefligsäure sowie Sauerstoff, und Cupri-oxyd bleibt als Rückstand. — Es krystallisirt mit gewissen Salzen (ZnS0 4 , MgS0 4 , PeSO«)zusammen und ist von diesen durch blosse Krystallisation nicht zu trennen.
Volumgewicht und Gehalt der Lösungen von Cuprisulfat bei 15° C.
Vol. Gew.
Proc.CuSO. + 5H„0
Vol. Gew.
Proc.CuSO, + 5H s O
Vol. Gew.
Proc.CuSO t + 5H,
1,0126
1,02541,03841,0516
246
8
1,06491,07851,09331,1063
1012
1416
1,1208
1,13541,15011,1659
18
202224
Prüfung. Man löst 0,5 g des Salzes in 20 ecm destillirtem Wasser, fügt einigeTropfen Salzsäure hinzu, erwärmt und fällt das Kupfer durch Einleiten von Schwefel-wasserstoff als Cuprisulfid. Das Filtrat von diesem darf a) durch Hinzufügung vonAmmoniakflüssigkeit weder dunkel (Eisen, Nickel) noch weiss (Zink) gefällt werden, b) nochuach dem Eindampfen und Glühen einen feuerbeständigen Rückstand hinterlassen (Eisen,Zink, Magnesia, Kalk, Alkalien).
Aufbewahrung. Man bewahrt das reine Kupfersulfat in wohlgeschlossenen Ge-lassen vorsichtig auf. Man hält den Hauptvorrath in Form der Krystalle oder in Formdes durch Weingeist niedergeschlagenen Krystallmehles (sehr zweckmässig), eine kleineMenge für den Recepturgebrauch hält man als feines Pulver vorräthig.
f Cuprum sulfurlcum siccuru. Entwässertes Kupfersulfat. Man trocknet daszerriebene Kupfersulfat zunächst im Trockenschranke vor, alsdann erhitzt man eain einer Porcellanschale im Sandbade unter Umrühren, bis es weiss geworden ist, zer-reibt es und füllt es sofort in erwärmte, gut zu verschliessende Gefässo ab. Es dient zumNachweis eines Wassergehaltes im Alkohol, Aethor und ähnlichen Flüssigkeiten.
f Cuprum sulfurlcum in bacillis. Kupfervitriolslifte. 1) Diejenigen des Handelswerden durch Schleifen ausgesucht grosser und schöner Krystalle von Kupfersulfat aufeinem nassen Schleifstein dargestellt. 2) Frisch gepulvertes Kupfersulfat wird mit einigenTropfen Wasser befeuchtet und in einer Porcellanschale unter Umrühren zum Schmelzenerhitzt, bis eine zähe Masse entstanden ist. Diese wird alsbald in ca. 4 mm dicke Stäbeausgerollt.
II. t Cuprum SUlfur'lCUm Crudum (Germ.). Rohes Kupfersulfat. KoherKupfervitriol. Blauer Vitriol. Blauer Galitzenstein. Vitriolum Cupri. Vitriolbleu. Couperose bleue. Blue Vitriol. Bluestone. Morthoot. Dieses Salz wird in