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1 (1920)
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996
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Ouprmn sulfnricum.

Cnprum oxydatum pnrnm granulatum ist ein aus lingen- bis erbsengrossenStücken bestehendes Kupferoxyd, welches durch Glühen von Cuprinitrat dargestellt wird.Man gebraucht es wesentlich zur Verbrennung in der Elementar-Analyse. Zu diesemZwecke muss es namentlich frei sein von Salpetersäure, Kohlenstoff bezw. Kohlensäureund Wasser. Dies wird dadurch erreicht, dass man das Kupferoxyd vor jeder neuen Be-nutzung entweder an der Luft oder im Sauerstoffstrome und zwar im Kupfertiegel oderdirekt im Verbrennungsrohr einige Zeit ausglüht. Die Aufbewahrung erfolgt zweckmässiginGlasbirnen" unter Chlorcalciumverschluss.

Cuprum oxydatum purum in Drabtform. Wird durch Glühen von Kupferdraht-slücken im Sauerstoffstrom erhalten und dient gleichfalls zur Elementar-Analyse. Für das-selbe gilt das Nämliche, was für das vorige Präparat gesagt worden ist.

Cuprum hydroxydatum. Cuprihydroxyd. Knpferoxydhydrat. Cu(OH) 2 .Mol. Gew. = 97. Diese Verbindung fällt als hellblauer, gelatinöser Niederschlag ausKupfersalzlösungen auf Zusatz von ätzenden Alkalien. Will man sie auswaschen, so lasseman sie bei 6070° C. stehen, bis sie körnige Beschaffenheit angenommen hat. Erhitzenbis zum Sieden ist unzulässig, weil alsdann das Cuprihydroxyd in Wasser und Kupfer-oxyd zerfällt. Das Cuprihydroxyd löst sich in Säuren und bei Gegenwart von Trauben-zucker, Glycerin, Mannit und weinsauren Salzen auch in ätzenden Alkalien. Ferner wirdes von Ammoniak leicht gelöst.

Hallbares Knpferhydroxyd nach Stützer. (Zur Fällung der Eiweissstoffe.)100,0 g kryst. Kupfersulfat werden in 5 Liter Wasser gelöst und mit 2,5 g Glycerin ver-setzt. Aus dieser Lösung wird durch Zusatz von verdünnter Natronlauge, bis die Flüssig-keit alkalisch reagirt, das Kupfer als Hydroxyd ausgefällt. Letzteres wird abfiltrirt, alsdanndurch Anreiben mit Wasser, welches pro Liter 5 g Glycerin enthält, aufgeschlämmt. Durchwiederholtes Dekanthiren und Filtriren entfernt man die letzten Spuren von Alkali. DerFilterrückstand wird mit Wasser, dem man 10 Proc. Glycerin zugesetzt bat, verrieben undbis zu einer Verdünnung gebracht, dass derselbe eine gleichmässige, mit einer Pipette auf-saugbare Masse bildet. Dieselbe wird in gut verschlossenen Flaschen und im Dunkelnaufbewahrt. Den Gehalt der breiigen Masse an Kupferhydroxyd bestimmt man durchEindunsten eines abgemessenen Volumens und Glühen des Rückstandes.

III. Cuprum OXydatum ammoniacatum. Kupferoxydammoniak. Cnoxam

(Amerikanische Abkürzung). Cu0.4NH 4 .OH. Zur Verwendung gelangt die wässerigeAuflösung dieser Verbindung, und zwar als Reagens.

2,0 g krystall. Kupfersulfat werden in 100 com destillirtem Wasser gelöst und einigeTropfen koncentrirte Ammoniumchloridlösung zugefügt. Hierauf bereitet man eine Lösungvon 1,0 g Kalihydrat in 100 ccm Wasser und setzt etwas Barytwasser zu, um das vorhandeneKaliumkarbonat zu fällen. Beide Lösungen werden gemischt. Von dem sich absetzendenKnpferhydroxyd wird dekanthirt, dann wird der Niederschlag wiederholt mit destillirtemWasser gewaschen, schliesslich abfiltrirt. Den noch feuchten Niederschlag übergicsst manin einer Porcellanschale mit koncentrirtcm Ammoniak (0,900 spec. Gew.) und filtrirt, sobaldAuflösung erfolgt ist, durch Glaswolle.

Das Reagens ist im Dunkeln aufzubewahren; trotzdem zersetzt es sich nach einigerZeit. Es empfiehlt sich daher, das ausgewaschene Kupferhydroxyd unter Wasser aufzube-wahren und im Bedarfsfalle eine kleine Menge desselben in koncentrirtem Ammoniakaufzulösen.

Kupferoxydammoniak bringt Celluloso zunächst zum Quellen und löst sie schliesslichvollständig auf. Aus der Lösung wird durch Zusatz von Säuren wieder Oellulose gefällt.

Cuprum sulfuricum.

I. f Cuprum SUlfuriCUm (Austr. Germ. Helv.). Cupriim snlfurlcum purum.Sulfate de cuivre (Gall.). Cupri Siilphas (Brit. U-St.). Kupfersulfat. Cuprisulfal.Schwefelsaures Knpfer. Reiner Kupfervitriol. CuS0 4 -f5H 2 0. Mol. Gew. 249.

Das reine Kupfersulfat lässt sich mit Vortheil nicht aus dem rohen Kupfervitriol gewinnen;man stellt es zweckmässig aus Kupfer dar.

Darstellung. 10 TL Kupferschnitzel werden mit 30 Th. Wasser übergössen, dazuein erkaltetes und filtrirtes Gemisch von 18 Th. engl. Schwefelsäure und R2 Th. Wasser