Cuprum oxydatum.
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Darstellung. Man löst 10 Th. reines Kupfersulfat in 50 Th. Wasser, anderseits15 Th. reines kTyst. Natriumkarbonat in 50 Th. Wasser. Man mischt die filtrirten, klarenLösungen und erwärmt die Mischung in einer Porcellanschale so lange, bis der Nieder-schlag sich am Boden des Gefässes in dichter Form abgeschieden. Hierauf wäscht manihn zunächst durch Dekanthiren, dann auf dem Filter solange mit heissem Wasser, bisdas Filtrat nicht mehr alkalisch reagirt, und trocknet ihn auf porösen Unterlagen, zuletztim Wasserbadtrockenschranke. Den trocknen Niederschlag bringt man in einen Poreellan-tiegel oder Hessischen Tiegel und glüht ihn hei allmählich verstärktem Feuer so lange,bis eine aus der Mitte entnommene Probe nach dem völligen (!) Erkalten in verdünnterSalpetersäure ohne Aufbrausen von Kohlensäure löslich ist. Man füllt es noch warm indie trockenen, vorgewärmten Gefässe.
Eigenschaften. Schwarzes, glanzloses, spec. schweres, nicht krystallinisches Pul-ver, welches in verdünnter Salpetersäure leicht, ohne Rückstand und ohne Entweichen vonKohlensäure löslich ist. Es ist zart anzufühlen, ohne GeTuch und Geschmack, unlöslich inWasser und Natronlauge, löslich in Säuren. Aus der Luft zieht es etwas Feuchtigkeit an.In Ammoniakflüssigkeit löst es sich mit blauer Farbe zu Kupferoxydammoniak. DurchUeberleiten von Wasserstoff oder von Methylalkoholdämpten in der Glühhitze wird esleicht zu metallischem Kupfer reducirt.
Prüfung. 1) Es löse sich in 10 Th. verdünnter Schwefelsäure ohne Aufbrausen(Kohlensäure). — 2) Die salpetersaure Lösung werde durch Baryumnitratlösung nicht so-fort getrübt (mehr als Spuren Schwefelsäure). — 3) Die mit verdünnter Schwefelsäure be-reitete Lösung gebe nach vollständiger Ausfällung des Kupfers durch Schwefelwasserstoffein farbloses Filtrat, welches durch Ammoniakftüssigkeit nicht verändert werde (weisseFällung = Zink oder Aluminium, schwarze Fällung = Eisen) und beim Verdampfen undGlühen keinen feuerbeständigen Rückstand hinterlasse (Kalk, Magnesia, Alkalien). —4) Werden 0,2 g Kupferoxyd in 2 cem verdünnter Schwefelsäure ohne Anwendung vonWärme gelöst, und wird die Lösung mit 2 cem Ferrosulfatlösung vermischt und auf 2 cemkonc. Schwefelsäure geschichtet, so darf keine braune Zwischenzone auftreten (Salpetersäure).
Aufbewahrung. Vorsichtig, in gut geschlossenen Gefässen; wegen der hygro-skopischen Eigenschaften siehe vorher.
Anwendung. Aeusserlich in Form von Salben (1,0:10,0—20,0 Fett) als zer-theilendes Mittel bei Drüsengeschwülsten, Gelenkentzündungen, um die Resorption vonExsudaten zu beschleunigen, Hornhauttrübungen. Innerlich hei „Kinderkrankheiten" undals Wurmmittel, besonders als Bandwurmmittel. Bei deT innerlichen Darreichung sindsaure Speisen zu vermeiden.
l'ilnlae Cnpri oxydati Hagkk.Rp. Cupri oxydati nigri 6,0Calcii carbonici 2,0
Boli albae 12,0
Glycerini 11,0.
Fiant pilulae 120. Täglich, einmal ]o 2 Pillen beiVermeidung saurer Speisen gegen BandwurmErwachsener. Einige Tage nach Beendigung desGebrauches eine Gabe Ricinusöl. Kinder erhaltenzweimal täglich 2 Pillen, im ganzen 50—60 Pillen.
TJngnonium contra amanrosin Sichel.Rp. Cupri oxydati nigri 2,0
Olei Amygdalarum gtt. XVAdipis 20,0.
Zum Einreiben von Stirn und Schläfen bei schwar-zem Staar infolge übermässigen Tabakrauchena.
Ungnentum contra zonain.Rp. Cupri oxydati nigri 1,0—4,0Unguenti rosati 30,0.
Bei Gürtelrose. Die befallenen Hautstellen werdendes Morgens und des Abends eingerieben.
Tet. Pilnlae taenifngae Hager.
Bandwurmpillen für Hunde.Rp. Cupri oxydati nigri
Boli albae aä 10,0
Glycerinl 8,0
Aquao q. a.
Fiant pilnlae 200 Kleinen Hunden täglich eine,
grösseren täglich zweimal eine Pille in Fleisch
gehüllt zu geben, zwei Wochen hindurch.
Tet. Klanensünchensalbe.
Rp. Cupri oxydati 5,0
Aluminis usti 10.0
Amnionii hydrochlorici 2,0Camphorae 1,0
Dnguenti populel 50,0.
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