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1 (1920)
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3
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Acetanilidum.

jedem Verhältniss mischbar. Durch wässerige Säuren wird es leicht in Alkohol und Aldehydgespalten, dagegen ist es ziemlich beständig gegen Alkalien. Es giebt daher mit Jod undNatronlauge nicht direkt, wohl aber, wenn es vorher mit etwas verdünnter Schwefelsäureerwärmt worden war, Jodoform.

Aufbewahrung. Vor Licht geschützt, in nicht zu grossen Gefässen.

Anwendung. Innerlich genommen erzeugt es Schlaf und Anästhesie. Man giebtes in Dosen von 815 g in starker Verdünnung, meist mit Arabischem Gummi emulgirt,als Schlafmittel. Der Geschmack ist schwach bitter, wenig brennend, mit pfefferminzähn-lichem Nachgeschmack.

II. Methylalum. Methylal. Methylendimethylätüer CH a (OCH 3 ) a = 76. Ein demobigen analoges Präparat: Kondensationsprodukt aus Formaldehyd mit Methylalkohol.

Darstellung. Man erwärmt in einer Betörte ein Gemisch von 1 Th. Methyl-alkohol, 1 Th. Braunstem und 1,5 Th. konc. Schwefelsäure, die mit 1,5 Th. Wasser ver-dünnt wurde. Unter Eintritt einer lebhaften Reaktion destillirt eine Flüssigkeit über,welche neben Methylal noch Methylalkohol, Ameisensäure und Wasser enthält. Man rek-tificirt das Destillat und fängt die zwischen 40 und 50° C. übergehenden Antheile auf.Alsdann entwässert man diese Fraktion zunächst mit geschmolzenem Calciumchlorid, sodannmit geglühter Potasche und fraktionirt so lange, bis man ein bei 42° C. vollständig über-gehendes Produkt erhält.

Eigenschaften. Farblose, spec. leichte, bewegliche, neutrale, nach Chloroform undEssigäther aromatisch riechende Flüssigkeit, spec. Gewicht 0,855 bei 15°, Siedepunkt 42°.Löslich in 3 Th, Wasser, mischbar mit Alkohol, Aether, fetten und ätherischen Oelen, nichtleicht entzündlich. Von Alkalien nicht verändert, von Säuren wird es in Formaldehyd undin Methylalkohol zerlegt.

Prüfung. 1) Es sei neutral. 2) Das spec. Gewicht gehe nicht über 0,860 hinaus.3) Löst man 5 Tropfen Methylal in 10 ccm Wasser und fügt 1 Tropfen Kaliumperman-ganatlösung hinza, so darf innerhalb 5 Minuten Entfärbung nicht eintreten (Alkohol,Aldehyd). 4) Auf Chloroform würde durch die Isonitril - Reaktion zu prüfen sein;s. Chloroform.

Aufbewahrung. Vor Licht geschützt in nicht zu grossen Gefässen.

Anwendung. Aeusserlich als schmerzstillende Einreibung. Innerlich in Gabenvon 15 g als Hypnoticum. Eingeathmet (3050 g) als Inhalations-Anästheticum. Diehypnotische Wirkung tritt auch nach subkutaner Injektion ein. Antidot des Strychnins!

Bp. Methylali 10,0 Methylali 15,0 Methylali 2,0

Olei Olivarum 80,0 Sirupi Sacchari 100,0 Aquae destillatae 8,0

8. Zur Einreibung. 8. Abends 1 Theelöflel. 8. Zur subkutanen Injektion.

AlsAcetal" wird bisweilen auch folgende Mischung bezeichnet: Aetheris ace-tici 15,0, Olei Aurantii, Thymi, Serpylli, Caryophyllorum, Lavandulae, ää gtt. 3. OleiCitri gtt. 6. Olei Rosmarini gtt. 7. Olei Bergamottae gtt. 10. Mentholi 5,0, Alcoholabsoluti 150,0 g.

Melange de Gregory. Form6thylal-Dumas. Unter diesem Namen wurde früherein rohes Methylal, aus Methylal, Methylalkohol und Ameisensäure bestehend, verwendet.

AcetanJIidum.

t Acetanilidum (Brit, Germ., Helv., U-St). Antifebrinum (Austr.). AcötanilideIQalL). Phenylacetamid C 6 H B NH (CH 8 CO) = 135.

Darstellung. 2 Th. Anilin werden mit 3 Th. Eisessig in einem Bundkolben amit aufgesetztem Luftkühlrohr b so lange zum Sieden erhitzt, bis eine herausgenommeneProbe beim Erkalten rasch und vollständig erstarrt, was in etwa 5 Stunden der Fall ist.Alsdann giesst man die noch heisse Flüssigkeit unter Umrühren in etwa 68 Th. kaltesWasser, sondert die KTystallmasse nach völligem Erkalten von den flüssigen Antheilenund krystallisirt die Krystallmasse aus der 20fachen Menge siedenden Wassers um, bis