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1 (1920)
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2 Acacia. Acetalum.

Aufbewahrung. Unter den vorsichtig aufzubewahrenden Arzneistoffen.

Zur Anwendung werden die Samen grob zerstossen, mit 50 Theilen kaltem Wassereine halbe Stunde lang ausgezogen, und der schwach gelbgefärbte Auszug filtrirt. Oderes werden 3 gr der Samen mit 5 ccm kaltem Wasser 24 Stunden macerirt, dann wird einegleiche Menge heissen Wassers zugesetzt und nach dem Erkalten filtrirt.

Acacia.

Mimosaceae Acacieae.

I. Acacia anthelmintica Baili. Heimisch in Abyssinien und Kordofan. DieRinde kommt als Musena, Massena, Basena etc. zuweilen nach Europa und wird ahAnthelminticum empfohlen. Enthält Musenin, einen dem Saponin verwandten Stoff. Dosis30,0 g im Aufguss.

II. Acacia Giraffae Willd. (Camelthorn). Heimisch in Südafrika. Die 1,2 cmlangen, 0,8 cm breiten, 0,4 cm dicken, grünlich braunen Samen sind als Kaffeesurrogat em-pfohlen. Liefert auch minderwerthiges Gummi (s. d.).

III. Acacia Famesiana WlHd. Wahrscheinlich in Westindien heimisch, in denTropen vielfach kultiviert. Die wohlriechenden Blüthen (fälschlich als Cassiablüthen be-zeichnet) verwendet man zu krampfstillenden Theeaufgüssen, als insektentödtendes Mittelund als Aphrodisiacum.

IV. Eine ganze Reihe von Arten liefern in der Rinde ein geschätztes, gerbstoff-haltiges Material, das freilich in erster Linie technisch, aber auch medicinisch als adstrin-girendes Mittel verwandt wird. Es kommen hauptsächlich in Betracht: A. arabica Willd.in Asien und Afrika, A. dealbata Lk., A. decurrens Willd., A. homalophylla A. Cnnn.alle drei in Australien. Die Rinde der erstgenannten Art enthält 2232°/ 0 Gerbstoff.

V. A. arabica Willd., A. Bambolah Roxb., A. cineraria Willd., A. nilo-

tica D6Sf. liefern in ihren Hülsen das Gerbematerial Rablah mit etwa 20% Gerbstoffund 4°/ 0 Gallussäure.

VI. Acacia Catechu Willd., A. Suma Kurz liefern Cateeim (s. d.).

VII. Ueber die Gummi liefernden Arten vergl. GlüTHTli.

VIII. Flores Acaciae sind die Blüthen von Prunus SpidOSa (s. d.).

Acetalum.

I. Acetalum. Acetal. Diäthylacetal. Actliylidendiäthyläther. CH 3 CH(OC 8 H 5 ),

= 118. Ein Kondensationsprodukt des Acetaldehyds mit Aethylalkohol; in dem durchKohle filtrirten Rohspiritus enthalten.

Darstellung. Man destillirt 2 Th. Weingeist (95 Vol. Proc.) mit 3 Th. Braun-stein, 3 Th. conc. Schwefelsäure und 2 Th. Wasser, bis 3 Th. Flüssigkeit übergegangen,sind. Das Destillat wird rektificirt, alsdann das Acetal durch Zusatz von krystallisirtemCalciumchlorid, event. einer konc. wässerigen Calciumchloridlösung ausgesalzen. Man er-hitzt die Acetal-Schicht, um Aldehyd und Aethylacetat zu zerstören, im geschlossenen Ge-fässe mit Natronlauge auf 100°, schüttelt mit konc. Calciumchloridlösung aus, entwässertdurch geschmolzenes Calciumchlorid und destillirt fraktionirt. Die bei 104 bis 106° über-gehenden Antheile werden gesammelt.

Eigenschaften. Farblose, ätherisch riechende, neutrale Flüssigkeit, spec. Gewicht= 0,821 bei 22° C, Siedepunkt 104106°. Löslich in 25 Theilen Wasser von .15°; ausdieser Lösung wird es durch Calciumchlorid ausgesalzen. Mit Alkohol und Aether in