Granatum.
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sämmtlich erkannt an den lang gestreckten, vielfach buchtigen Epidermiszellen, kurzen, ge-krümmten, dickwandigen, einzelligen Haaren, schlauch- oder sackförmigen Parenchymzellen,die, obgleich ziemlich dünnwandig, doch offenbar vermöge ihrerElasticität im Papier wohlerhalten sind (Fig. 273). Dazu kommen dieschlanken, dünnen Fasern und Gefässe. c) Holzschliff und Holz-cellulose: Beide werden aus dem Holze unserer Nadel- und Laub-holzbäume bereitet, indem man das Holz stark zerkleinert undzerreibt. Der Holzschliff wird dann direkt zur Papierfabrikationverwendet, seine Elemente sind also grösstentheils verholzt undwerden daher mit Phloroglucin und Salzsäure roth; für Herstellungder Holzcellulose wird das Holz durch Natronlauge unter hohemDruck in seine Elemente zerlegt oder auch wohl das zerriebeneHolz damit behandelt; in beiden Fällen wird aber im Holz dasLignin zerstört und es giebt die Phloroglucinreaktion nicht odernur sehr schwach. Der Nachweis von Holzschliff ist oft von grosserWichtigkeit, da solche Papiere wenig haltbar sind. Die Fest-stellung, ob Nadel- oder Laubholz verwendet ist, ist leicht zuführen, im ersteren Fall achtet man auf die Trache'iden des Holzesmit ihren behöften Tüpfeln (Fig. 274), im zweiten auf die sehr charak-teristischen Bruchstücke der Gefässe (Fig. 275).
Um ein Papier für die mikroskopische Unter-suchung vorzubereiten, wird ein Stück desselben, inStückchen von etwa 1 Qcm Grösse zerschnitten, in einem Kolbenmit Aether übergössen und etwa '/„ Stunde am Rückfiusskühlererhitzt, dann giesst man den Aether ab, spült noch einige Maledamit nach, lässt das Papier abtrocknen und kocht es dann inWasser in einer Porcellanschale unter Ersatz des verdampfenden Wassers mindestenseine Stunde. (Den allgemein angegebenen Zusatz von Natronlauge können wir nichtempfehlen, da es nicht ausgeschlossen erscheint, dass bei gelegentlicherKoncentration der Lösung die Lauge die Fasern angreift und ihre Er-kennbarkeit erschwert.) Dann bringt man die aufgelockerten Papier-stückchen in einen Mörser und zerreibt sie mit wenig Wasser unterschwachem Druck mit dem Pistill zu einem gleichförmigen Brei, vondem man kleine Mengen auf den Objektträger bringt, sie fein vertheiltund dann unter dem Mikroskop untersucht. Für eine vorläufige Klas-sificirung der Fasern ist es sehr nützlich, die Fasern in Jodlösung(20 Wasser, 1,15 Jod, 2 Jodkalium, 1 Glycerin) zu untersuchen. Esbleiben dann farblos oder werden ganz schwach gelb gefärbt: Holz-,Strohcellulose. Es werden gelb gefärbt: Holzschliff, Jute. Es werdenbraun gefärbt: Baumwolle, Leinen, Hanf. Für den speciellen Nach-weis von Holzschliff dient, wie oben erwähnt, Phloroclucin und Salz-säure. Man soll sich aber nie damit begnügen, die Bestimmung derFasern nur nach solchen Farbreaktionen vorzunehmen, sondern soll durchgenaue Untersuchung die Natur der einzelnen Fasern feststellen. Diequantitative Abschätzung der einzelnen Bestandteile eines Papieres ist schwierig und ver-langt ziemlich viel Uebung. Man hat sich dabei davor zu hüten, die Menge stark gefärb-ter (roth oder braun) Fasern zu überschätzen.
Vergl, weiter: Herzbebg, Papier-Prüfung 1888, und das oben genannte Buch vonv. Höhnet..
lüg. 274. Nadelholztrachei-tlen mit behöften Tüpfeln.
Fig. 270. Bruchstück
eines Gefässes aus
Laubholz.
Granatum.
Plinica Granatum L. Familie der Punicaceae. Heimisch von der Balkanhalb-insel bis zum Himalaya, durch die Kultur in alle tropischen und subtropischen. Gebieteverbreitet. Kleiner, bis 8 m hoher Baum oder Strauch mit lederigen, kurzgestielten, 5 cmlangen, bis 22 mm breiten, ganzrandigen, oblong-lanzettlichcn Blättern. Blüthen einzeln,terminal und in den Blattachseln mit granatroth gefärbtem Receptaculum und Kelch undscharlachrothei' Korolle. Kelchblätter 5 — 8, ebensoviel damit abwechselnde Kronblätt.er.Antheren in vielen, nach innen absteigenden Kreisen. Fruchtknoten unterständig, mit2 Kreisen von Fächern, einem äusseren, vor den Kroublättern stehenden, mit ihnen gleich-zähligen und einem inneren, tieferen aus meist nur 3 Fächern. Griffel fadenförmig mit
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