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Fabiana. Fagus.
Evonymin, aber zugleich die Bezeichnung für die amerikanische Koncentration (das Resi-no'id) aus der alkoholischen Tinktur der Wurzelrinde bez. der jungen Zweigrinde vonEvonymus atropurpureus.
Fabiana.
Gattung- der Solanaceae — Cestreae — Sicotianinae.
Fabiana imbricata R. et P. Pichi. Heimisch in Chile. Verwendung findendie beblätterten und oft mit Blüthen versehenen Zweige der Pflanze.
Beschreibung. Der Habitus der Pflanze ist ein in Rücksicht auf die Familiesehr auffallender, er erinnert an Erica und Tamarix, auch wohl an manche Uupressineen. Diekleinen Blättchen sind dicht dachziegelig gestellt. Das einzelne Blatt ist lanzettlich-zugespitzt,mit konvexer, gekielter Aussen- und konkaver Innenseite, mit breiter Basis sitzend. DieBlüthen sind violett oder weisslich, röhrig, über dem Kelch eingeschnürt, nach obenetwas aufgeblasen, mit 5 Zipfeln. Aeltere Aeste zeigen Borkebildung. Die Borke istschwärzlich-grau, etwas längsrissig. Die Gefässbündel sind bikollateral, im Mark derStengel Steinzellen, ebenso in der Rinde. Die Epidermis mit Drüsenhaaren. Das Blattführt im Schwammparenchym Drusen von Oxalat. Die sehr harzreiche Droge ist vonschwach balsamischem Geruch und aromatisch-bitterem Geschmack.
Sestandtheile. Die Droge enthält nach Kunz-Krause ein Weichharz, welchesals die Muttersubstanz einiger anderer Bestandtheile aufzufassen ist, nämlich: 1) EabianolC r)1 H 90 O 4 , ein ätherisches Oel von angenehmem Kampher- und Krauseminzgeruch, und dessenOxydationsprodukt 2) Eabianresen C 54 H 90 O 6 , in weissen Krystallen vom Schmelzpunkt280° C. erhalten. 8) Fabianaglykotannoid, ein hellgelbes, äusserst hygroskopischesPulver von schwach saurer Reaktion, vielleicht Glykosyl-Dioxyzimmtsäure, unddessen Zersetzungsprodukte: 4) Chrysatropasäure (/?-Methyl-Aesculetin) und 5) einennicht krystallisirenden und nicht drehenden, aber reducirenden Zucker. Ferner enthältdie Droge Cholin und reichliche Mengen von Magnesiumphosphat. Infolge des Ge-haltes an Chrysatropasäure nimmt die Abkochung der Droge leicht eine violette Farbe an.
Wirkung und Anwendung. Man verwendet die zuerst 1885 in Europa bekanntgewordene Droge in Abkochung, als dickes Extrakt oder als Fluidextrakt gegen Er-krankungen der Blase (Blasenstein), Entzündungen der Harnwege, sowie bei Leberleiden.In Südamerika ist die Droge auch ein beliebtes Mittel gegen den Leberegel (Distoma.hepaticum) der Schafe und Ziegen.
Dosis des Fluidextraktes 0,6—2,6 ccm, des dicken Extrakts 0,13—0,65 g.
Fagus.
Gattung der Fagaceae.
Fagus SÜvatica L. Buche. Rothbuche. — Hetre. — Beech. Heimisch imgrössten Theile Europas und im westlichen Asien. Man verwendet:
1) Die Früchte, dreikantige Schliessfrüchte, zu zweien von der Cupula ganz um-schlossen, die bei der Bcife aufreisst, um die Früchte zu entlassen. Die Frucht ist bis 18 mmlang, bis 10 mm breit, aussen glänzend braun. In der Fruchtschale unter der Epidermismehrere Lagen stark verdickter Steinzellen, im darauf folgenden Parenchym reichlichOxalatdrusen. Der Samenschale fehlen charakteristische Elemente, sie umschliesst inner-halb eines dünnen Endosperms den Embryo mit breiten, mehrfach gefalteten Kotyledonen.Der letztere enthält Oel, Oxalat in Drusen, Aleuron und kleinkörnige Stärke (die Körn-chen bis 5 fi). 100 Th. der Früchte enthalten 67 Proc. Kerne und 33 Proc. Schalen.
Bestandtiteile der ungeschälten Früchte nach Koenig: Wasser 4,74 Proc,stickstoffhaltige Substanz 14,34 Proc, Rohfett 23,08 Proc, stickstofffreie Ex-