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1 (1900)
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Gossypium.

c

im Grossbetrieb noch keine Verwendung gefunden haben: entweder mengt man die Gelatinemit Kai. bichromie. und setzt die gesponnenen Fäden dem Lichte aus, oder man macht die

Gelatinefäden mit Formalin unlöslich. Die Fä-den sind so diele wie die von a), in Wasser-quellen sie um 50 Proc. auf. Sie werden mitJod dunkelbraun, die Farbe bleibt beim Aus-waschen mit Wasser lange Zeit erhalten.

c. Celluloseseide, hergestellt durchLösen von Baumwolle in Kupferoxydammoniakzu einer dicken Flüssigkeit, Verspinnen der-selben und Behandeln der Fäden mit Schwefel-säure.

Vergl. weiter über Fasern: v. Höhnel,Mikroskopie der technisch verwendeten Faser-stoffe.

Mikroskopische Untersuchung von

Papier. Bei der Untersuchung von Papierhandelt es sich, abgesehen von den physikali-schen Prüfungen, für die besondere Apparatenöthig sind, um die Aschenbestimmung, die Be-stimmung der Art der Leimung, Nachweis vonChlor und freien Säuren, um die Feststellungder dasselbe zusammensetzenden Fasern, wobeies einmal auf die Art der Fasern ankommt,dann meist auf die Feststellung, ob sich „Holz-schliff" unter denselben befindet.

Als Papierfasern kommen in Betracht:1) von den bereits besprochenen hauptsächlich:Baumwolle, Lein, Hanf, Jute, neuerdingsauch Ramie und Manilahanf. Sind dieseFasern direkt zu Papier verarbeitet, so bereitetihr Nachweis nach den oben angegebenen Merk-malen keine besondere Schwierigkeit. Andersist es, wenn sie aus Lumpen, „Hadern" her-gestellt sind, sie sind dann häufig weitgehendzertrümmert und zerfasert. Man kann sichdann an folgende Merkmale halten: Baum-wolle bewahrt die Form am besten, man fin-det immer gedrehte Stücke, die aber häufig denBeginn der Zertrcnnung in Fibrillen zeigen, die in steiler Spirale angeordnet sind. Leinzeigt die schiefe Streifung und Verschiebungsstellen, Hanf Verschiebungsstellen und stumpfe

Enden, Jute die Verengerungen des Lumensund Abwesenheit von Schichten in der Wand.Zu diesen kommen dann 2) Fasern undfaserähnliche Stoffe, die, wenigstens bei uns, nurfür Zwecke der Papierfabrikation benutzt werden :a) die Faser des Papiermaulbeerbaumes IJrousso-netia papyrifera (L.) Vent., aus der man dasbekannte japanische Papier macht, die aber auchbei uns verarbeitet wird. Solche Papiere, beson-ders zum Schreiben etc. benutzte glatte Sorten,zeichnen sich durch einen eigenthümlichen undunverkennbaren seidigen Glanz aus. Die Faserist 6—25 mm lang, 25—35 p dick. Sie sieht imallgemeinen der Baumwolle recht ähnlich, lässtaber Schichtung und Verschiebungsstellen er-kennen. Zuweilen haften den Fasern kleine Oxa-latkrystalle an und die Fasern stecken zuweilenin einer mit Jod und Schwefelsäure sich gelbfärbenden Scheide, die der primären Membranangehört, b) Strohstoff: Als solcher kommendie zerriebenen Stengel und Blätter unserer Cerealien, ferner Reis, Maislieschen, Esparto(von Lygeum Spartum L.), Haifa (von Stipa tenacissima L.) in Betracht. Sie werden

Fig. 272.byx Mori

Seide, a Kohcr Seidefaden von Bom-, in der Mitte die beiden Fibroinfüden,6 Die Serieinhülle. c Ein solelier Faden quer-durchschnitten, d Einfacher Seidenfaden, e Quer-schnitt, f Faden von Tussahseide, g im Querschnitt.

273. Elemente des Strohstoffs, a Epidermis-zellen. & Ifaare. c Parenchymzellen.