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Ä

Dammar.

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stalle. Zur Reinigung kann man die Krystalle in verdünntem Alkohol auflösen; durchUeberschichten der Lösung mit Aether erhält man schöne Nadeln oder Blättchen.

Farblose oder schwach gelbliche Nadeln oder Blättchen, in Wasser leicht löslich.Die wässerige Lösung reagirt schwach sauer. Leicht löslich in verdünntem Alkohol, schwerlöslich in absolutem Alkohol und in Amylalkohol, unlöslich in Aether. Bei 100110° 0.worden die Krystelle wasserfrei und alsdann undurchsichtig.

Aufbewahrung. Sehr vorsichtig.

Anwendung. Nach Marme wirkt es auf das Kückenmark und die peripherischenmotorischen Nerven und das respiratorische Centrum, welche zunächst erregt, dann ge-lähmt werden. Der Blutdruck wird enorm gesteigert ohne Beeinflussung des Herzens(Husemann, Kobert). Kraepelin hat günstige Erfolge durch subkutane Injektionen von0,0030,005 g Cytisinnitrat erzielt bei sog. paralytischer Migraine, bei welcher Erweiterungder Blutgefässe vorhanden ist. Abgeschlossene therapeutische Versuche liegen nicht vor,doch ist eine ausgedehntere therapeutische Verwendung nicht ausgeschlossen. Dosis0,003-0,005(1) g subkutan.

ff Cytisinum hydrochloricum. Oytisinchlorhydrat. C 11 H 14 N > 0.HCl-4-H o 0

= 244,5.

Das Salz fällt als amorphes Pulver aus, wenn man in die Lösung des Oytisins inChloroform gasförmige Salzsäure einleitet. Durch Umkrystallisiren des Salzes aus 90 pro-centigem Alkohol erhält man schwach gelbliche Krystalle, die in Wasser leicht löslich sind.

Anwendung und Aufbewahrung wie bei dem Cytisinnitrat.

Dammar.

Resina Dammar (Austr. Germ.). Resina Dammarae. Dammar. Dainar. Ost-indisches Dammarharz. Steinharz. Katzenaugenharz. Dammar-puti. Damar.Dammar.

Mit dem NamenDammar" (= Harz) bezeichnet man in Indien eine Anzahl vonHarzen, die in erster Linie zur Beleuchtung, dann aber auch allen möglichen anderentechnischen Zwecken dienen. Sie stammen von Pflanzen aus den Familien der Coniferae,Dipterocarpaceae und Burseraceae, und es kommen folgende Stammpflanzen in Betracht:

1) Agath'lS Dammara Rieh, (gyn.: Dammara orientalis Lamb., D. albaRumph.), Familie der Coniferae Pinoideae Abietineae Araucariinae.

2) Shorea selanica Blume und var. ß latifolia Blume, Familie der Diptero-carpaceae.

3) Canarium rOStratum Zippel, Familie der Burseraceae.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass ausser den genannten auch noch andere BäumeDammarharze liefern; für die ausser 1) von der Germ, genannten Hopea micranthaHooker und Hopea splendida de Vriese ist dies aber sehr zweifelhaft. Dasselbe giltwohl für die von der Austr. aufgeführte Agathis loranthifolia Salisb. Man hat nachC. Müller angenommen, dass das meiste nach Europa kommende Dammarharz von dererstgenannten Art abstammt, wogegen Wiesner auf Grund von Untersuchungen an Ortund Stelle zeigt, dass das von dieser Pflanze gelieferte Harz der Kaurikopal (vergl.S. 959) ist, und dass das Dammarharz des europäischen Handels von einer Art der GattungHopea, Familie der Dipterocarpaceen abstammt.

Beschreibung. Es bildet gelblich-weisse, rundliche oder stalaktitenförmige, durch-sichtige, gelblich-weisse Stücke oder unförmliche Klumpen von erheblicher Härte. Löslichin Aether, Chloroform, Schwefelkohlenstoff, wenig löslich in Alkohol. In Rosmarinöl völliglöslich, in Terpentinöl zu 66 Proc. löslich. Es ist leicht zerreiblich, der Bruch muschelig.Säurezahl 2030. Spec. Gew. 1,041,12. Schmelzpunkt 120° C. Ammoniak trübt diealkoholische Lösung. Koncentrirte Schwefelsäure löst es mit rother Farbe. Der in Petrol-äther unlösliche Theil färbt sich mit Fröhde's Reagens gelb bis gelbroth, mit Chloral-hydrat schwach grün.

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